A-Gitarre ohne PU abnehmen

Klampfen mit ohne Strom

A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon sietec » Samstag 16. September 2017, 10:14

Hallo Leute,

ich möchte ab und an auf der Probe und auch evtl. live meine A-Gitarre verstärken.
Es handelt sich um eine Martin HD 28 und ich werde da auf keinen Fall irgendwelche Umbauten vornehmen die ich nicht wieder rückstandsfrei entfernen kann.
PA, DI-Boxen, alles was man so braucht ist in guter Qualität vorhanden.
Wie klappt das am besten?
Mikro davor?
Schallloch-PU?
Oder einfach ne andere Gitarre dafür besorgen?
Was habt ihr für Erfahrungen gesammelt?

Gruß Andreas
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Re: A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon Batz Benzer » Samstag 16. September 2017, 10:21

Moin Andreas,

in diesem Fall: Schallloch-PU oder andere Gitarre.

Lieben Gruß,

Batz.
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Re: A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon sietec » Samstag 16. September 2017, 11:44

Wenn Schallloch-PU...
Welchen?
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Re: A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon Batz Benzer » Samstag 16. September 2017, 11:56

Das ist m.E. eine Frage u.a. für den Gurkenpflücker: Oh Steffen, where art thou...? :thumbsup03:

Ich jedenfalls habe da keine vergleichende Erfahrungen und daher auch keine Meinung.
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Re: A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon Mintage » Samstag 16. September 2017, 13:28

Moin,

Ich nutze seit fast 20 Jahren einen Fishman Rare Earth Schalloch-PU in
der Gitarre, in der nicht "gebohrt" werden soll. Das Klangergebnis
war/ist dermaßen überzeugend, das ich nichts anderes mehr ausprobiere.

Allerdings sorgt das Teil dafür, das über die PA meine Aria-Vollfurnier-
Dreadnought genau so gut klingt wie meine Lakewood D-46 .... ! ;-)

Grüße
Rainer
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Re: A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon Beppo » Samstag 16. September 2017, 17:25

In einer meiner Akustik werkelt auch ein Fishman Rare Earth, und zwar der Single Coil mit ohne Mikro.
Ich hatte auch schon den Schertler, den L.R. Baggs M70 und den Seymour Duncan SA-6 MAG. Alle nicht schlecht, aber der Rare Earth gefiel mir am besten.
Nur mußt du in Kauf nehmen, dass du mit einem Magnet-PU nie die ganze Akustikgitarre mit ihren Obertönen einfängst, das klingt immer ein bißchen reduziert.

Alternative 1: Mikro-Abnahme.
Alternative 2: Schatten Design oder K&K-Pickups. Aber bei den letztgenannten musst du wohl ne Endbuchse einbauen lassen.
Wenn´s net brummt is kaputt!
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Re: A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon Gurkenpflücker » Montag 9. Oktober 2017, 01:02

Batz Benzer hat geschrieben:Oh Steffen, where art thou...?


Palim, palim...

Also, nach langen, ausgiebigen und teuren Tests mit so ziemlich allen angesagten System, sind alle meine Bühnengitarren mit dem Seymour Duncan SA-6 Schalllochtonabnehmer ausgestattet. Das System macht, trotz einiger Nachteile, am ehesten den Sound, den ich mir von einer verstärkten Akustikgitarre vorstelle, liefert ein sehr pflegeleichtes Signal an den FOH und funktioniert im Bandkontext wie auch Solo gleichermaßen gut. Wird eigentlich Zeit, dass mir SD mal Geld für meine Werbung bezahlt ;-)

Die Frage ist aber: was willst. Du und vor allem wo? Im Solo/Duo oder Bluegrass Kontext wirst Du mit einer Mikrofonabnahme klarkommen. Wenn es um reinen Schönklang geht, ist das sicherlich auch die Waffe der Wahl. Wenn Du aber im Bandkontext spielen willst und/oder lautes Monitoring brauchst, kannst Du Mikro knicken.
Wenn Du willst, dass die Qualitäten Deiner Martin voll zur Geltung kommen, dann ist ein passendes und hochwertiges Pickupsystem unumgänglich. Ich persönlich würde immer dazu raten, das auch fest einzubauen und an Stelle des Endpins eine Buchse einsetzen zu lassen, sofern es sich nicht um ein wertvolles Vintage Instrument handelt. Das ist sehr viel komfortabler und sicherer als eine lose Verdrahtung. Mehr sichtbare Modifikation braucht heute kein Pickup mehr und die Buchse fällt null auf.

Gruß
Gurki


...ach, und wenn die Aufgabe der A-Gitarre in der Band nicht über den typischen 6saitigen Schellenkranz hinaus geht, tut es wahrscheinlich tatsächlich was günstiges mit Piezo. ;-)
In einer bodenlosen Lodenhose hängen Deine Hoden lose.
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Re: A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon telly45 » Montag 9. Oktober 2017, 06:32

Gurkenpflücker hat geschrieben:
...ach, und wenn die Aufgabe der A-Gitarre in der Band nicht über den typischen 6saitigen Schellenkranz hinaus geht, tut es wahrscheinlich tatsächlich was günstiges mit Piezo. ;-)


Und selbst dafür gibts noch hervorragende Lösungen. Das hier hab ich vor einiger Zeit mal in einem anderen Thread dieses Unterforums geschrieben:

"Nachdem bei uns ja vermehrt das Thema unplugged aufgekommen ist (wobei man da ja immer noch plugged ist :roll: ), wollte ich testen, was soundmäßig noch geht und auch die eine oder andere Erleichterung für den Livebetrieb haben, wenn es eben nicht nur Rhythmusschrammeln sein soll. Es gibt hier ja mannigfaltige Systeme von günstig bis sauteuer, von reiner DI-Lösung bis Vollausstattung. Mir war ein guter Akustiksound wichtig (besser als reiner Piezo) sowie eine Boostfunktion für Soloparts, das ganze als Bodentreter für die einfache Bedienung. Ebenso sollte das Soundtüfteln nicht in einer Odyssee ausarten, weil man in tausend Menüs herumsuchen und basteln muss.

Als analoge Wunschlösung mit Booster, Kompressor und Tuner hat sich für mich der Fishman Platinum Pro EQ herausgestellt.

Bild

Ich habe vergangenen Donnerstag eine Probe damit gespielt und bin absolut Happy. Der EQ ist sehr wirkungsvoll und erlaubt deutliche Verbesserung des reinen Piezosounds. Dabei ist es wirklich easy, den Sound einzustellen. An der Gitarre und am Pult habe ich dabei sämtliche EQs auf Flat gestellt. Dann das Eingangssignal angepasst und mit dem EQ des Fishman einen tollen Akustiksound eingestellt. Sehr hilfreich ist dabei der variable Mittenregler sowie der Brillianceregler, der seidiges Akustikschimmern ohne krätzige Höhen erlaubt. Ebenso sinnvoll sind der Lowcut und der Notchregler. Damit bekommt man einen runden, satten Klang ohne Feedbacks hin. Insbesondere der Notchregler filtert gezielt sich aufschaukelnde Frequenzen raus. Als Add-on on the top gibt's dann den tollen Kompressor, der bei mir in einer 10 Uhr Einstellung läuft und den Sound angenehm abrundet, ohne ihn dynamisch einzuschränken. Die Boostfunktion ist ebenfalls sehr nützlich und lässt sich stufenlos einstellen. Ein Tritt und man ist beim Solo da :thumbsup02: . Dann noch der integrierte und gut ablesbare Tuner, der das Signal bei Benutzung mutet.

Für weitere Effekte wie Hall oder Chorus ist sogar ein Einschleifweg dabei, man könnte also noch anbauen, wenn man möchte. Als Fazit: sehr gelungenes Teil für verbesserten Akustiksound mit sinnvollen Features und top Verarbeitung (alleine schon das Unboxing ist ein Erlebnis). Leider nicht ganz billig, ich konnte glücklicherweise ein relativ günstiges B-Stock erwerben, bei dem nur der Karton äußerlich etwas gelitten hatte."
Gruß Rainer
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Re: A-Gitarre ohne PU abnehmen

Beitragvon sietec » Montag 9. Oktober 2017, 18:52

Hallo,

erstmal danke für die Tips. :danke:

Ich habe mich entschieden.

Ich werde meiner HD 28 kein Haar (oder sagt man da besser Spahn) krümmen.
Und in der Tat gehen meine A-Git-Ambitionen in der Band nicht weit über den 6-saitigen Schellenkranz hinaus. :mrgreen:

Also habe ich mir eine andere Akustikgitarre gegönnt. Eine Martin DRSG. :D :D
Die ist mit einem Fishman Piezosystem ausgestattet und bringt im Bandgefüge das was sie soll. Rein akustisch ist die auch nicht so ganz schlecht....

Und den Fishman Preamp könnte man ja auch noch ausprobieren. Sieht sehr durchdacht und praktisch aus.

Gruß Andreas
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