Weg mit dem Amp! Oder?

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Re: Weg mit dem Amp! Oder?

Beitragvon setneck » Samstag 25. November 2017, 13:23

telly45 hat geschrieben:Ja, schon klar, wenn er dir seitlich aus 1 Meter Abstand ins rechte Ohr bläst :shock: . Aber wenn er wie bei der Bühne aus den Videos weiter hinten steht und Richtung Publikum strahlt, bekommt er ihn auch von hinten, was mMn viel angenehmer ist.

Ja, okay, so mach ich das auch, wenn die Bühne(?) es zulässt.
1m Entfernung bringt gar nix, entweder bläst es Dir ein Ohr ab, oder, wenn am Boden platziert, hört man kaum was. Beim Combo finde ich ca. 3m optimal, bei einer 4x12er 6m (ok, wohl nix für Roland?) - wenn die Tiefe vorhanden ist.
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Thomas
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Re: Weg mit dem Amp! Oder?

Beitragvon MonacoFranke » Samstag 25. November 2017, 13:24

Kennt ihr übrigens die zwei Lügen der Gitarristen?

Die erste Lüge: Ich habe mich doch schon leiser gedreht.

Die zweite Lüge: Ich spiele ein kurzes Solo.

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Re: Weg mit dem Amp! Oder?

Beitragvon Magman » Samstag 25. November 2017, 13:44

setneck hat geschrieben:1m Entfernung bringt gar nix, entweder bläst es Dir ein Ohr ab, oder, wenn am Boden platziert, hört man kaum was.

Beim Combo finde ich ca. 3m optimal, bei einer 4x12er 6m (ok, wohl nix für Roland?) - wenn die Tiefe vorhanden ist.


Wir spielen ja recht viel in kleinen Locations und Kneipen. Oft hat man da nur 1 bis 2 Meter Abstand zum Amp. Mit einem Combo mit 12 Zöller ist das aber kein Problem. In 9 von 10 Fällen baut man ja vor einer Wand auf und genau hier ist ein Combo oder eine offene Box von sehr großem Vorteil. Du stellst ihn Nähe zur Wand gekippt auf den Boden, so das er dich anstrahlt. Der Unterschied zu einem hochgestellten Combo (zB auf einem Stuhl, oder Case) ist enorm, da du so genügend natürliche Bässe hast/bekommst, der Sound eben nicht zu klein und plärrig rüberkommt.

Eine 412er braucht man eigentlich nicht abzunehmen, da kommt genügend an da draußen beim Volk, oft einfach zu viel je nach Location. Das optimale Verhältnis für sich, sowie fürs Publikum zu finden setzt einiges an Erfahrung und Verständnis zur Physik voraus. Gerade letzteres kann man so gut wie gar nicht beeinflussen ;)

Die Mucke die Roland macht, ich nenne es gerne Partyrock braucht nen kompakten nicht zu lauten HiFi-mäßigen Sound. Das kommt bei der Art Publikum am besten an. Ähnliche Bands bei mir hier spielen fast alle mit D-Drum und Säulensystemen, mit kaum hörbarer Backline. Teils mit Sounds wie von der Platte, also wirklich verdammt gut. Und das bei relativ wenig Aufwand. Ist heute ja auch alles kein Problem mehr mit der Technik.
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STOMPIN' HEAT Rough Blues made in germany
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Re: Weg mit dem Amp! Oder?

Beitragvon Diet » Samstag 25. November 2017, 14:02

tommy hat geschrieben:
telly45 hat geschrieben:
MonacoFranke hat geschrieben:
Magman hat geschrieben:Früher spielte man seinen Amp so laut von der Bühne, dass man kein Signal mehr über die PA brauchte. Da lief dann nur noch der Gesang drüber. Das macht man heute eher nicht mehr. Heute gibt es Säulensysteme in allen Preisklassen, die bekannt sind, optimal abzustrahlen im Raum. Je nach Anlage auch bis ganz nach hinten unten, also zu dem sitzenden Volk. Dazu muss man aber von der Bühne leiser spielen.


Das funktioniert leider nur, wenn der Schlagzeuger auf sein Naturset verzichtet und ein eletronisches Set benutzt. Oder die Band verzichtet auf einen Schlagzeugsound. Ansonsten aber setzt der Schlagzeuger den Benchmark für die Bühnenlautstärke, und dann reicht der Gitarrenamp - so meine Erfahrung - wiederum, einen Raum mit bis zu 200 Gästen zu beschallen.


+1 :thumbsup02: . Kneipengigs spielen wir eigentlich nur noch mit einer kleinen Dynacord PA mit 12er Subs und entsprechenden Tops. Kleiner Powermate dazu mit genügend Kanälen für Gesang, Keys und evtl. Akustikgitarre. Der Rest ist Ampsound pur für das Publikum, Bass wie Gitarre. Unser Schlagzeuger hat zwei Stück, gerade das kleinere hat weniger Wumms und kann auch entsprechend leiser.

Die andere Alternative ist dann das E-Drum und alles über die PA. Funktioniert nach meiner Erfahrung für das Publikum ebenso gut und ist lautstärketechnisch vollkommen frei regelbar, wenn statt der Verstärker Preamps oder Modeler genommen werden. Den Bühnensound und das eigene Spielgefühl hingegen finde ich dabei Sch..... :? .

Roland, wenn du weg vom Verstärker willst, dann alle weg von "Natursound". Ansonsten kann man einen Deluxe Reverb eigentlich in jeder musikalischen Situation gebrauchen. Probier doch mal den DR nicht abzunehmen, sondern ihn auch für die Beschallung des Publikums einzusetzen. Dann musst du ihn dir auch nicht direkt auf die Ohren schallen lassen und kannst ihn in vernünftiger Lautstärke betreiben. Wenn er z.B. hinter dir schräg oder auf einer Erhöhung steht, hörst du ihn gut und das Publikum ebenso.


:thumbsup03:

Eigentlich der genau richtige Ansatz! So machen wir das auch seit jeher. Bis vor 2 Jahren hat das sogar bei unserem kleinen Open Air geklappt. Über die PA (2x JBL 12" und 2x 15" Subs) lief lediglich Gesang, ggf. Akustikgitarre und Keyboard sowie Bassdrum und 1 Overhead. Der Rest war Direktbeschallung.
Der Sound war immer astrein, sowohl auf als auch vor der Bühne. Das wurde uns auch immer wieder bestätigt.

Seit 2 Jahren haben wir einen FOH Mischer, der alles mitbringt, u.a. eine sehr leistungsstarke Beschallungsanlage. Der Sound vor der Bühne ist gut, aber die vorherige Soundqualität war auch kein bisschen schlechter, eher im Gegenteil. Allerdings müssen wir uns jetzt auf der Bühne leiser drehen wodurch der Drumsound sich nun nicht mehr einfügt. Folge: wir bekommen die Instrumente auf die Monitore, was sich kacke anfühlt und auch bescheiden klingt.
Manchmal wünschte ich mir, dass es wieder wie vorher läuft allerdings mit dem Mischpult vor der Bühne und einem, der die o.g. Spuren bedient.

Vielleicht bin ich auch nur zu unerfahren, was die FOH Gesamtabnahme Situation betrifft oder unsere Band zu heftig. Insofern würde mich mal interessieren, wie Du Dieter das empfunden hast. Du warst ja dabei.


Moin Tommy,

wir sind ja oft so unterwegs, (eigentlich meistens) dass ausschließlich der Gesang über eine kleine PA läuft
und der Rest ist pur auf und von der Bühne. Immer nach dem Motto möglichst unkompliziert und möglichste wenig Technik.
Hat sich eigentlich immer bewährt. In so einer kleinen Besetzung, nur eine Gitarre/Bass/Drums und Stimme
ist das allerdings natürlich auch leichter zu Händeln als in einer komplexeren Besetzung.
Das einzige Problem, was dann manchmal auftauchte war, dass uns unser Drummer
uns nicht ganz so gut hörte. Da reichte es dann meist, die Amps und die Gesangsboxen möglichst weit hinten zu stellen.

Beim open Air hab ich mich gut gefühlt. Ich bin auf der Bühne aber auch nicht so der Soundfetischist.
Ich muss mich selbst gut hören, dann ist eigentlich schon alles ok, auch wenn der Sound aus dem Monitor nicht ganz so prall ist.
Und ich bin auch nicht so der "ich muss die Röhren fühlen" Mensch, ich komme auch mit jedem halbwegs klingenden Modeler klar,
vielleicht bin ich also nicht der richtige Maßstab :D ;)

Ich hatte aber dort auf der Bühne nie den Gedanken, dass irgendwas nicht so gut klingt. Für mich war es im Grunde perfekt :thumbsup02:
Und ich stand bei allen anderen Bands ja auch vor der Bühne. In meinen Ohren war der Sound immer genial.
Wie es vorher war, ohne den FOH Mischer weiß ich ja nicht. Der Typ ist auf jeden Fall ein guter, finde ich.

Andererseits bin mir eigentlich aber auch sicher, dass man auf so einem Gig auch ohne gut zurande kommt und es auch gut klingt.
Nur gibt es dann natürlich von Band zu Band zwangsläufig Unterschiede, die einen drehen mehr auf, die anderen weniger.
Und um das anzupassen und Soundchecks kurz zu halten... da ist ein FOH Mischer natürlich Gold wert.

Ich freu mich schon auf nächsten Sommer bei Jogi :D :banana01:

Gruß Diet
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Re: Weg mit dem Amp! Oder?

Beitragvon telly45 » Samstag 25. November 2017, 14:49

Magman hat geschrieben:.... und genau hier ist ein Combo oder eine offene Box von sehr großem Vorteil. Du stellst ihn Nähe zur Wand gekippt auf den Boden, so das er dich anstrahlt. Der Unterschied zu einem hochgestellten Combo (zB auf einem Stuhl, oder Case) ist enorm, da du so genügend natürliche Bässe hast/bekommst, der Sound eben nicht zu klein und plärrig rüberkommt.

Eine 412er braucht man eigentlich nicht abzunehmen, da kommt genügend an da draußen beim Volk, oft einfach zu viel je nach Location...


Ja, ich will den Combo auch immer mit Bodenkopplung. Bringt schon bei geringen Lautstärken dicken Sound.

Und die 4x12 erkennt man an der 3m-Schneise auf der Tanzfläche, wo keiner tanzt :mosh:
Gruß Rainer
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Re: Weg mit dem Amp! Oder?

Beitragvon telly45 » Samstag 25. November 2017, 14:51

setneck hat geschrieben:
telly45 hat geschrieben:Ja, schon klar, wenn er dir seitlich aus 1 Meter Abstand ins rechte Ohr bläst :shock: . Aber wenn er wie bei der Bühne aus den Videos weiter hinten steht und Richtung Publikum strahlt, bekommt er ihn auch von hinten, was mMn viel angenehmer ist.

Ja, okay, so mach ich das auch, wenn die Bühne(?) es zulässt.
1m Entfernung bringt gar nix, entweder bläst es Dir ein Ohr ab, oder, wenn am Boden platziert, hört man kaum was. Beim Combo finde ich ca. 3m optimal, bei einer 4x12er 6m (ok, wohl nix für Roland?) - wenn die Tiefe vorhanden ist.


:thumbsup02: :prost:
Gruß Rainer
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Re: Weg mit dem Amp! Oder?

Beitragvon Richard » Samstag 25. November 2017, 18:38

Thema "Combo":
Ich habe alle meine Combos mit "TiltBack-Legs" nachgerüstet (der Fender CVR hatte sie serienmäßig").
Nicht sehr Parkett-freundlich, aber ideal wenn man wenig Platz hat und dicht vor/neben dem Amp stehen muß.

LG
Richard
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Re: Weg mit dem Amp! Oder?

Beitragvon telly45 » Samstag 25. November 2017, 19:57

Alternativ geht auch der Standback Amp Stand und ist doch deutlich günstiger.

https://www.thomann.de/de/standback_ampstand.htm
Gruß Rainer
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