Marshall Origin

Vorangekündigte und noch unbekannte Objekte der Begierde, Vorsicht: Kann Spuren von G.A.S. enthalten!

Re: Marshall Origin

Beitragvon Ingolf » Donnerstag 17. Mai 2018, 14:27

Chris_1981 hat geschrieben:Hab mir jetzt beide Videos mal angesehen.

Mal unabhängig davon das nach dem Konsum mehrere Olli-Videos er sogar mir auf den Sack geht mit seinem gespiele stelle ich Fest: Ich bin absolut kein Marshall Freund. Ich kann mit diesem Klang schlicht und ergreifend so gar nichts abgewinnen. Besonders dieses mulmige brummen im Crunch wenn er im ersten Video das Gain hochdreht... gruselig....

Hmmm... Heißt das jetzt, dass ein großer Teil der Rockgeschichte spurlos an dir vorbeigezogen ist? 8-)
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Magman » Donnerstag 17. Mai 2018, 14:38

Ingolf hat geschrieben:
Chris_1981 hat geschrieben:Hab mir jetzt beide Videos mal angesehen.

Mal unabhängig davon das nach dem Konsum mehrere Olli-Videos er sogar mir auf den Sack geht mit seinem gespiele stelle ich Fest: Ich bin absolut kein Marshall Freund. Ich kann mit diesem Klang schlicht und ergreifend so gar nichts abgewinnen. Besonders dieses mulmige brummen im Crunch wenn er im ersten Video das Gain hochdreht... gruselig....

Hmmm... Heißt das jetzt, dass ein großer Teil der Rockgeschichte spurlos an dir vorbeigezogen ist? 8-)


Hahahahahaha :lol02: :thumbs:
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Pfaelzers KSM » Donnerstag 17. Mai 2018, 16:59

Ingolf hat geschrieben:
Chris_1981 hat geschrieben:Hab mir jetzt beide Videos mal angesehen.

Mal unabhängig davon das nach dem Konsum mehrere Olli-Videos er sogar mir auf den Sack geht mit seinem gespiele stelle ich Fest: Ich bin absolut kein Marshall Freund. Ich kann mit diesem Klang schlicht und ergreifend so gar nichts abgewinnen. Besonders dieses mulmige brummen im Crunch wenn er im ersten Video das Gain hochdreht... gruselig....

Hmmm... Heißt das jetzt, dass ein großer Teil der Rockgeschichte spurlos an dir vorbeigezogen ist? 8-)
Sorry, aber das ist Polemik (wenn auch nicht ernst gemeinte und auch sehr lustige... ;) ). Deshalb mag ich darauf eine nicht minder polemische, aber weniger lustige Replik schreiben:

Was in dem besagten Video vorgestellt wird, klingt wirklich (zumindest für meine Ohren) streckenweise gruselig und hat mit dem "großen Teil der Rockgeschichte" gar nichts zu tun.
Abgesehen davon sind viele Sounds, von denen der geneigte Durchschnittsgitarrist annimmt, sie seien mit Marshall-Verstärkern einegspielt, gar keine...ich denke da an Jimi Page (zumeist 5E3 und Supro), Richie Blackmore (bei Deep Purple zumeist Vox AC30) oder Jeff Beck (zumeist Treterzerre). Und ich erinnere mich an viele Hardrockkonzerte, bei denen auf der Bühne riesige (leere) Marshallwände waren und dahinter ein armer Boogie-Combo oder ein kleines Rack mit einer Engl-Vorstufe werkelte, die für den realen Sound zuständig war.
Abgesehen davon sind viele der Marshalls, die man da sieht und hört, heftigst modifiziert und haben mit dem, was die Fabrik verließ, nur sehr sehr wenig zu tun. Viel bekannte Ampdesigner (z.B. Bogner, Rivera, Soldano, aber auch z.B. Jürgen Rath) haben ihre Laufbahn damit begonnen, Marshalls zu modifizieren...z.B. hat der legendäre AFD-100 von Slash nur noch leidlich wenig mit dem originalen Teil zu tun.
Das, was so gerne als "der" Marshallsound identifiziert wird, lässt sich mit "Stock-Equipment" nur schwerlich erzeugen, und ohne vorgeschaltete Pedale oder Modifikationen am Amp eher gar nicht....

Sorry, das wollte jetzt sicherlich wieder keiner lesen :tuete01:
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Re: Marshall Origin

Beitragvon THB » Donnerstag 17. Mai 2018, 17:35

Naja, ich habe mal einen "legendären" Marshall gespielt: Einen Plexi der in den frühen 80ern mit Joe Cocker um die Welt gereist ist. Klang überragend gut selbst bei sehr geringer Lautstärke. Modifiziert? Ja, ein Widerstand in der Gegenkoppelung war verändert....

Zur gleichen Zeit spielte Pete Haycock einen unmodifizerten 2150 (Rock'N'Roll Baby)....
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Everyone's approach to what can come out of six strings is different from another person, but it's all valid. "
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Pfaelzers KSM » Donnerstag 17. Mai 2018, 18:56

THB hat geschrieben:Naja, ich habe mal einen "legendären" Marshall gespielt: Einen Plexi der in den frühen 80ern mit Joe Cocker um die Welt gereist ist. Klang überragend gut selbst bei sehr geringer Lautstärke. Modifiziert? Ja, ein Widerstand in der Gegenkoppelung war verändert....

Zur gleichen Zeit spielte Pete Haycock einen unmodifizerten 2150 (Rock'N'Roll Baby)....

Ein leiser 1959SL? Der unmodifiziert leise gut klingt? Geil, den will kaufen (das ist mein voller Ernst: Angebot bitte per PN).
Nur dass kein falscher Eindruck entsteht: Ich mag Marshall. Sehr. Habe den größten Teil der Top40-Arie erst mit einerm 6100 bzw. 6101 und dann einem JMP1 gespielt. ... von J. Rath bzw. T. Trojan modifiziert. Spiele heute noch gerne meinen Linnemann JTM45 mit dem üblichen Trio (Compressor, TS, RAT) vornedran.

Was ich da oben geschrieben habe ist ja auch nur meine persönliche (und polemisch eingefärbte) Erfahrung bzw. die, die ich in Gesprächen mit anderen Menschen (meist Toning., Amp-Techs, Backline-Anbieter und natürlich diverse Gitarristen etc.) mitgeteilt bekam.

YMMV
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Magman » Donnerstag 17. Mai 2018, 19:12

Ja, es gab Zeiten da hatte Jürgen massenweise Marshalls zuhause gestapelt. Die meisten waren kaputt und so lohnte es sich, sie stabiler aufzubauen und besser klingen zu lassen. Jürgen hätte nie öffentlich gesagt das Marshall mies verarbeitet sind, er lebte ja u.a. davon daran zu arbeiten. Mein alter Plexi war auch ne Gurke und wurde von einem sehr geil klingenden Matamp abgelöst bevor die noch besser klingenden Orange ins Hause kamen. Die Marke ist wie Gibson einfach Kult und das ist gut so. Egal wie gut die Friedman, Gladius, Bogner usw sind - sie sind besser, ja klingen auch teils viel viel besser als ein Marshall selbst, aber sie können gegen das Original zumindest vom Markendesign nicht anstinken, der Name macht’s halt aus! Auch wenn in vielen Marshallheads andere Chassis, wie zB Linnemann oder Ritter drinstecken. Ist ja nicht verboten ;)
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Paulasyl » Donnerstag 17. Mai 2018, 19:29

Was soll ich sagen, ein Marshall Stack war seit jeher mein Traum, ich habe zum 18. auf den Führerschein verzichtet zugunsten eines JCM 800 2203 samt 4x12. Ich hatte seither einige Marshalls und eigentlich niemals eine Gurke dabei oder ein Verarbeitungsproblem, zumindest bei ernstzunehmendem Amps, nicht so einem 6" Übungscombo. Teilweise mit sehr unterschiedlicher Charakteristik, aber immer brauchbar, auch wenn ich da an einem alten Traum hänge. Trotzdem haben Bogner, Friedman, Blackstar u.ä. was für sich, das sich aber in meinen Augen auch an einem Marshall samt Pedal einigermaßen reproduzieren lässt. Man darf nicht vergessen, dass ein gut Teil des Sounds auch vom Gitarrero stammt... Ach ja: die Marshall Dynamik kriegen all die High Gain Monster nicht gebacken. Isso!
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Chris_1981 » Donnerstag 17. Mai 2018, 20:38

Ich wollte nicht den Heiligen Gral in den Schmutz ziehen. Mir ist bewusst welche Strahlkraft Marshall hat, hatte ich ja selbst als junge Mensch den Traum eines Full Stacks.

Hier wurde grade Slash genannt. Ist nicht lange her, das ich die Use Your Illusion II hörte und mir dacht: Was ein mieser Gitarrensound. :mrgreen:

Geschmack ist ja zum Glück verschieden und so findet jeder Gitarrist irgendwann seinen Sound. Wenn ich meine Musikalische Kindliche Früherziehung betrachte, dann war das halt nicht Led Zeppelin, Beatles oder Hendrix, sondern Emmerson Lake und Palmer und Pink Floyd. Meine erste Musik-CD war Industrial Metal der Band "Die Krupps", die spielten damals glaub ich Engl, danach Metallica, die Spielten ADA-Preamps oder Mesa Boogie. Vermutlich hat mich das geprägt.

Es gab mal einen Marshall den ich gespielt habe und dessen Sound mich wirklich umgehauen hat, das war ein von Reußenzehn gemoddeter JTM 45 aus den 80igern. Neulich hab ich ein Live Video von The Subways gesehen, der Sänger spielte einen VOX. Ich hatte keine Ahnung wieviel Gain so ein VOX haben kann. Toller Sound. :thumbs:

Ich bin jetzt im dritten Jahr Mesa Boogie Nutzer und kann mir im moment einfach keinen anderen Sound vorstellen. Was irgendwie schade ist, denn irgendwie ist das "Anti-Gas" langweilig.
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Batz Benzer » Donnerstag 17. Mai 2018, 20:54

Ich genieße so viel unterschiedliche Meinung sehr, weil mir klar wird, auf wie viele unterschiedliche Weisen man Dinge wie z.B. Klangereignisse wahrnehmen kann (Yanny und Laurel lassen grüßen :mrgreen: ).

Ich finde, jeder hat aus seiner Perspektive mindestens ein großes Stück recht: Ja, es gibt genügend Gitarristen, die ihren Sound mit Marshall und sonst nix erzielt haben. Ja, für mich isses immer "von Overdrive angestoßener Distortion", den ich liebe, womit ich bei Jörg bin. Jepp, Slash hat einen Kacke-Sound bei GnR gehabt, aber ikonisch isser dennoch, und darüber hinaus ist der AFD-(Ohgoddogodd...)-Marshall ein Mörder-Amp. Aber nicht meiner; das ist der Jubilee sowie eben Tube Screamer vorm 2003. Und ja, viele "reinrassige Marshall-Sounds" kommen aus ganz anderen Amps...

Lieben Gruß,

Batz.
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- George Martin
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Paulasyl » Donnerstag 17. Mai 2018, 21:06

Chris_1981 hat geschrieben:
Hier wurde grade Slash genannt. Ist nicht lange her, das ich die Use Your Illusion II hörte und mir dacht: Was ein mieser Gitarrensound. :mrgreen:


In der Tat! Wie der gerade als Marshallmuster gewählt wurde, ist mir auch ein Rätsel! Ich fand seinen Sound trotz Paula und Marshall immer unglaublich untauglich. Ich muss hier aber noch ergänzen, dass mir seine ganze Band immer schon unfassbar auf den Sack ging!

Aber so ist das mit den Geschmäckern. Ich hörte gar von Leuten, die aus einem Roland Jazz Chorus etwas Nettes geholt haben! :afro:
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