UAD und Win10

Produktion, Homerecording & PA

Re: UAD und Win10

Beitragvon Plaid » Mittwoch 20. Juni 2018, 16:01

ja, normalerweise mache ich auch einen Bogen um solche Programme. Trotzdem, falls es interessiert, es ist "Driver Booster 5". Der Laptop lief danach wirklich besser und das Interface hat wie schon beschrieben endlich funktioniert. Das ASUS-Eigene Treiber-Update-Programm hat das nicht hingekriegt...
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Re: UAD und Win10

Beitragvon Chris_1981 » Donnerstag 21. Juni 2018, 07:15

Was genau machen eigentlich diese UAD Karten?
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Re: UAD und Win10

Beitragvon FretNoize » Donnerstag 21. Juni 2018, 07:57

Da sind DSP-Chips drin, auf denen die Plugins laufen. Geile Scheisse, wie ein Bekannter von mir sagen würde. Auch wenn ich jetzt innerhalb des Mixes fast nur noch die Slate-Plugins verwende, bevor die Signale in meiner DAW eintreffen, sind sie schon einmal durch eine Bandemulation (Ausnahme Akustikgitarren) und einen Channelstrip gelaufen.

Allgemein sind die UAD-Plugins ziemlich ressourcenintensiv, im Gegensatz zu Slates. Da ist es schon gut, wenn die nicht die Prozessorzeit fressen.
Aloha,
Holger

Ich kann zwar nichts Sachdienliches zu irgendeinem Thema beitragen, aber ein bisschen Verwirrung geht immer.
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Re: UAD und Win10

Beitragvon Pfaelzers KSM » Donnerstag 21. Juni 2018, 08:13

UAD ist nicht nur führend in der DSP-Unterstützung, sondern auch im Modelling von analogem Equipment.
Die SSL- und Neve-Channelstrips sind die einzigen auf dem Markt, diw wirklich so klingen und arbeiten wie die Originale (ich habe viele Plugins dahingehend ausprobiert, und da ich früher an den Originalkonsolen gearbeitet habe, bilde ich mir ein, das vergleichen zu können). Gleiches gilt z.B. für die EMT140 und die Lexicon 224 Sim.

Durch die DSP-Karten wird die Berechnung der UAD-Effekte vorgenommen, d.h. die native CPU-Leistung des Rechners wird nicht benutzt.
Vor 15 Jahren waren die UAD-Karten ein Muss, weil einfach die Rechenleistung damals zu schlecht war, um mehr als 2 Dutzend Channelstrips und 2 Reverbs aufzukriegen. Inzwischen sind die CPUs deutlich stärker, werden aber auch von anspruchsvolleren VSTis wie z.B. Reactor in Beschlag genommen, da isses schön, dass die CPU nicht noch die FX berechnen muss.
Für mich ist es aber eher die Qualität der Effekte, warum ich das UAD-Zeuch benutze, weil ich meine frühere analoge Arbeitsumgebung (Neve VR, EMT 140/250/Lexicon 224/diverses SPL-Zeuch/dbx160) perfekt nachbilden kann.

Die PCIe-Karten bekommt man übrigens gebraucht recht günstig, da der Mac schon lange keine Schnittstellen dafür anbietet (dort werden die DSPs extern über Thunderbolt angesprochen). Vorsicht: Die alten PCI-Karten (ohne „e“) der ersten Generation werden nicht mehr softwareseitig unterstützt.
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Re: UAD und Win10

Beitragvon Chris_1981 » Donnerstag 21. Juni 2018, 09:00

Interessant. Ich hab bei meinen Homerecording sachen noch nie den Prozessor über 10 oder 12% nutzung gebracht, und das obwohl ich mit einem Tablet und im prinzip keiner Externen Hardware arbeite. Ausser die Keyboardsounds. Die laufen tatsächlich über mein Keyboard und nicht mit VSTi.

Bin ja mal gespannt wann ich an die grenzen meines Equipment Stoße. (Also Rechenleistungstechnisch. Nicht bedientechnisch. Da ist viel Luft nach oben :-) ).

Dieses Neve VR begegnet mir in tutorial Videos auch regelmäßig. Ist wohl sowas wie die Referenz in sachen Mixing gewesen?
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Re: UAD und Win10

Beitragvon Pfaelzers KSM » Donnerstag 21. Juni 2018, 10:15

Die Pulte von SSL und Neve sind auch heute noch der Industriestandard, in Europa zumeist in digitaler Form, in den USA weiterhin größtenteils analog.
Preise: Gut 6stellig....
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Re: UAD und Win10

Beitragvon Duke » Donnerstag 21. Juni 2018, 21:05

Hinsichtlich Funktion der Karten, hab ich das Gefühl, dass die externen DSPs mittlerweile eher wie ein überteuerter Dongle zu sehen sind. :kopf_kratz01:

UAD ist schon gut (o. k. tierisch gut), wobei die Konkurrenz nicht schläft und Hardware (gerade Preamps) schon sehr, sehr geil.

Sympathisch ist der arrogante, benutzerunfreundliche Laden sicherlich nicht.

Wie auch immer, ohne 1176, LA2A, SSL Bus Compressor, Ampex Masterbandmaschine, EMT140, Lexicon 224. Echoplex und vor allem

Ocean Waves, (echt das geilste PlugIn, das ich habe),

in genau der gelieferten Qualität, möchte ich echt nicht mehr aufnehmen.
LG
Uwe
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Re: UAD und Win10

Beitragvon Pfaelzers KSM » Freitag 22. Juni 2018, 08:38

Duke hat geschrieben:Hinsichtlich Funktion der Karten, hab ich das Gefühl, dass die externen DSPs mittlerweile eher wie ein überteuerter Dongle zu sehen sind. :kopf_kratz01:
Kommt drauf an, was man macht. Ich habe mal eine 24-Spur-Produktion mit Neve-Strips pro Kanal, 2 EMT, 1 x Lexicon und ein paar hübsche 1176 mit UADs und mit nativen Plugins erstellt. Die native Version hatte eine CPU-Last von etwa 30%, die UAD 1%...und die UAD klang dann doch deutlich besser (wie musikalisch ein EQ ist, hört man nicht beim einzelnen Instrument, sondern erst im Mix).
Bin da aber nicht objektiv, ich benutze das Zeuch jetzt seit mehr als einem Dutzend Jahren...

Duke hat geschrieben:Sympathisch ist der arrogante, benutzerunfreundliche Laden sicherlich nicht.
Das UAD eine Apotheke ist, weil die Preise teilweise abartig sind, unterschreibe ich jederzeit (zu den Preisen für die Hardware kommen diese abartigen Plugin-Preise). Aber bisher war der Support immer zuverlässig und schnell, und das Einrichten ist deutlich benutzerfreundlicher geworden, das war vor 10 Jahren noch viel mehr Act mit dem Authorisationsfile...außerdem wird die Software ständig optimiert, das kann man nur bei wenigen sagen...wenn die Plugins nur nicht so sauteuer wären (vor allem die Ampsims...).

Duke hat geschrieben:Wie auch immer, ohne 1176, LA2A, SSL Bus Compressor, Ampex Masterbandmaschine, EMT140, Lexicon 224. Echoplex und vor allem
Ocean Waves, (echt das geilste PlugIn, das ich habe),in genau der gelieferten Qualität, möchte ich echt nicht mehr aufnehmen.
Ja, das Ocean Ways ist schon eine extrem geile Lösung, wenn man keinen guten Raum hat....das ist halt das Blöde bei UAD: Das Zeug macht halt die 10% mehr an authentischem Sound, die sonst mit (nativen) FX-Models nicht zu holen sind.
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Re: UAD und Win10

Beitragvon Duke » Freitag 22. Juni 2018, 08:46

Pfaelzers KSM hat geschrieben:...Ja, das Ocean Ways ist schon eine extrem geile Lösung, wenn man keinen guten Raum hat...


Jepp, auch extrem cool bei trockenen Gitarren IRs.
Hatte letztens mal das OX hier. War auch gut, musste aber feststellen, dass ich mit Amp + BluBox + Neve Preamp + Ocean Waves doch besser klar komme (wenn ich nicht eh einfach ein Mik in den Raum stelle).
Doof, wenn man sich was kaufen möchte und merkt, dass man das schon hat. ;-)
LG
Uwe
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Re: UAD und Win10

Beitragvon Pfaelzers KSM » Freitag 22. Juni 2018, 14:13

Duke hat geschrieben:
Pfaelzers KSM hat geschrieben:...Ja, das Ocean Ways ist schon eine extrem geile Lösung, wenn man keinen guten Raum hat...


Jepp, auch extrem cool bei trockenen Gitarren IRs.
Hatte letztens mal das OX hier. War auch gut, musste aber feststellen, dass ich mit Amp + BluBox + Neve Preamp + Ocean Waves doch besser klar komme (wenn ich nicht eh einfach ein Mik in den Raum stelle).
Doof, wenn man sich was kaufen möchte und merkt, dass man das schon hat. ;-)
Uwe, sei mir bitte nicht böse, dass ich Erbsen zähle, aber das Plugin heisst „ocean way(s) studio“ und nicht „ocean waves“. Wäre mir persönlich wurst, aber vielleicht mags einer googlen, und bei „ocean waves“ kommen ganz andere Ergebnisse....
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