Der Mythos dicker Gitarrensaiten

Alles über Stromruder
Benutzeravatar
Magman
Beiträge: 13635
Registriert: Montag 13. Oktober 2014, 17:17
Kontaktdaten:

Re: Der Mythos dicker Gitarrensaiten

Beitrag von Magman » Freitag 1. Januar 2021, 14:38

Willkommen in der Bude Ralf :prost:

Ja so ist das, wir hier haben alle andere Anforderungen und Geschmäcker und deswegen kann man dickere Saiten auch eigentlich nicht unbedingt Mythos nennen. Ich habe auf meiner Strat nun auch mal testweise einen 9-42er Satz aufgezogen und komme damit super klar. Aber auf meinen anderen Gitarren geht das für mich nicht, da sind 10-48, oder 11-52 einfach besser/stimmstabiler, zumal ich da auch gerne DropD spiele.
Bild

STOMPIN' HEAT Rough Blues made in germany

Benutzeravatar
Diet
Beiträge: 5265
Registriert: Dienstag 21. Oktober 2014, 20:32
Kontaktdaten:

Re: Der Mythos dicker Gitarrensaiten

Beitrag von Diet » Freitag 1. Januar 2021, 18:49

Jaguar666 hat geschrieben:
Freitag 1. Januar 2021, 13:35
Dünne vs dicke Saiten: Ich denke, es ist auch etwas stilabhängig. Frühe Jazzer spielen doch auch dicke flatwounds? So 13-56 oder so etwas in der Richtung?
Ich habe 1996/97 begonnen mit 13-56er auf ner Jaguar. Mittlerweile bin ich bei 12-52 angekommen. Bei 3-4stündigen Proben merkt man die Dicke dann schon irgendwann.Für live ist es großartig, da ja die eigene Wahrnehmung und Adrenalin doch etwas zu Überfunktionen neigen.

Für meinen Stil (60´s style Instrumental Surf) funktionieren dünne Saiten einfach nicht wegen dem 16tel Anschlag, da kackt eine 10er Saite auch schnell ab und bietet einfach keinen Widerstand und es kommt auch nur nur ein dünner Pupston heraus.
Hi,

die Jaguar ist da ja auch ein ganz spezieller Kandidat wegen der kürzeren Mensur.

Gruß Diet

Jaguar666
Beiträge: 2
Registriert: Donnerstag 31. Dezember 2020, 21:24

Re: Der Mythos dicker Gitarrensaiten

Beitrag von Jaguar666 » Samstag 2. Januar 2021, 10:50

Also sind Gitarre, Dicke(Saitenstärke) und Musikstil entscheidend.
Ja, sehe ich auch so.
Auf manchen Gitarren sollte man dicke Saiten aufziehen, andere wiederum funktionieren wegen der Gesamtkonstruktion nur mit dünnen Saiten.
Mosrite Gitarren, auch Hallmark z.B. funktionieren wegen der dünneren Hälse ja zumeist mit dünneren Saiten. (auch bis zu dünnen 9-42 gefordert, kenne ich auch so.)

Benutzeravatar
Rio
Beiträge: 50
Registriert: Mittwoch 29. Oktober 2014, 16:53

Re: Der Mythos dicker Gitarrensaiten

Beitrag von Rio » Dienstag 5. Januar 2021, 13:50

Mmh, seit der bandprobefreien Zeit nehme ich die jahrelang vernachlässigte Westerngitarre wieder gerne in Hand. Manno Mann war das am Anfang brutal mit diesen ungewohnten, "fiesen" 12 oder 13 Westerngitarrensaiten. Die Saiten abdrücken ging ja so gerade noch. Aber bending war echt brutal.
Aber, ist wie vieles einfach eine Gewöhnungssache. Mittlerweile funktioniert das wieder recht gut.
Die 9-42er Saiten auf der Strat fühlen sich jetzt im ersten Moment halt wie Nähgarn an. Aber mmh, ich habe das Gefühl, daß diese moderne Elite Strat mit 9.5-14 Zoll Radius und gleitenden Profil von C auf D in einer gewissen Art und Weise tatsächlich am Besten mit diesen dünnen Saiten harmoniert.
Andererseits finde ich, dass es mit 10er Saiten und Plektrum einfacher geht dynamisch(er) zu spielen. Die dünnen Saiten, vor allem Diskant, sind halt sehr schnell am Vollausschlag.

Antworten