Maple vs. Rosewood Strat

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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Gutmann » Montag 16. Juli 2018, 08:04

Leo fender hat bei G&L zuletzt den Bi Cut Neck verwendet, der Hals wurde nicht von der Griffbrettseite oder der Halsprofilseite aufgefrässt um den Stab einzubauen sondern der Hals wurde (nicht mittig) der Länge nach geteilt und an der Schnittstelle von der Seite die Fräsung für den Stab durchgeführt. Die beiden Teile wurden wieder verleimt.

Bild

Was ist davon zu halten, ist der Hals dadurch irgendwie stabiler oder oder hat das klanglich relevante Auswirkungen? Es ist kein skunk stripe erforderlich, das ist optisch schöner aber sonst? Interessiert mich was ihr meint...
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Pfaelzers KSM » Montag 16. Juli 2018, 08:26

Längs gesperrte Hälse sind (wenn das sauber gemacht und lackiert ist) immer stabiler als natürlich gewachsene Hälse. Aber der Kunde mag es trotzdem nicht....
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Stratspieler » Mittwoch 18. Juli 2018, 08:39

Wenn die Komponenten zueinander passen (im Sinne von "entsprechend ausgesucht sind"), dann hört man keinen Unterschied, ob da ein "Rosewood"-Board drauf ist oder keines.

Natürlich kann man durch geschickte Wahl der Komponenten eine bestimmte Klangrichtung festmachen, wenn man denn will, die leider immer wieder kolportiert wird: Nur Ahorn = knalliger, mit Rosewood = weicher.

Eine bloße Verallgemeinerung jedoch ist schlichtweg nicht zutreffend.

Und ja, ich habe nicht nur schon diverse Strats bespielt, sondern auch mit diversen Stratkomponenten experimentiert.
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Mintage » Freitag 20. Juli 2018, 10:32

@ Pfaelzer

Moin,

der Grund dafür, das LesPaulisten mit den mehrteiligen Ahornhälsen der
Norlin-Ära auf Kriegsfuß standen/stehen, lag vor allem daran, das diese
LesPauls deutlich anders klangen als die "alten" Modelle...!
Es war eben diese neue "Knalligkeit/Spritzigkeit" im Klangbild, die sehr
viele Gitarristen nicht mochten. Ich erinnere mich sehr gut an meine
73er LesPaul Deluxe mit ihren Minihumbuckern: in dem Moment, als ich
eine LesPaul mit den klassischen Zutaten spielte ( einteiliger Mahagonyhals,
einteiliger Mahagonykorpus und zweiteilige Ahorndecke ), war es sofort
vorbei: da war das Klangbild und das Tonverhalten was ich suchte - und es
lag nicht an den Humbuckern ;-)

Grüße
Rainer
Zuletzt geändert von Mintage am Freitag 20. Juli 2018, 12:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Batz Benzer » Freitag 20. Juli 2018, 10:43

Stratspieler hat geschrieben:Wenn die Komponenten zueinander passen (im Sinne von "entsprechend ausgesucht sind"), dann hört man keinen Unterschied, ob da ein "Rosewood"-Board drauf ist oder keines.

Natürlich kann man durch geschickte Wahl der Komponenten eine bestimmte Klangrichtung festmachen, wenn man denn will, die leider immer wieder kolportiert wird: Nur Ahorn = knalliger, mit Rosewood = weicher.

Eine bloße Verallgemeinerung jedoch ist schlichtweg nicht zutreffend.

Und ja, ich habe nicht nur schon diverse Strats bespielt, sondern auch mit diversen Stratkomponenten experimentiert.


Verzeihung, aber ich habe diesen Beitrag jetzt schon mehrfach gelesen und verstehe ihn einfach nicht.

Sagst Du, es gibt keine unterschiedliche tendenzielle klangliche Ausrichtung bei reinen Ahorn-Hälsen und solchen mit Rosewood-Griffbrettern (ich merke gerade, wie umständlich ich diese Ausdrucksweise finde und bleibe lieber bei Ahorn- und Rosewood-Hals, da ja jeder weiß, was gemeint ist ;) )...?

Oder sagst Du, dass es diese zwar gibt, aber die Schnittmenge so groß ist, dass man auch mit Rosewood-Hals das Klangverhalten erreichen kann, das man eher mit Ahornhälsen assoziiert?

Bei letzterem bin ich dabei, bei erstem widerspricht meine Erfahrung, die - so wie die vieler anderer Budisten hier auch - ebenfalls auf viele Schaubexperimente rückzuführen ist. ;)

Lieben Gruß,

Batz.
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Mintage » Freitag 20. Juli 2018, 13:04

Auf einer meiner Strats habe ich "ab Werk" ein Rio-Griffbrett drauf: diese hat
die mit Abstand schönsten Höhen und ist trotzdem nicht so knallig wie
meine Ahorngriffbrett/Hals - Strat...! Gleichzeitig ist auch mittig und
"untenrum" alles an Frequenzen da, was ich bei meinen anderen Strats
teils vermisse.
Sollte es in Wirklichkeit doch nur am "echten" Nitrolack dieser Gitarre liegen ;-)

Grüße
Rainer
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Batz Benzer » Freitag 20. Juli 2018, 13:18

Und ich giere aus klanglichen Gründen derzeit nach einer Strat, deren einteiliger Ahorn-Hals im bekannten Hochglanzlack glänzt.

Kann schon sein, dass der Lack nicht unwichtiger ist... :mrgreen: ;)
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Rainer Mumpitz » Freitag 20. Juli 2018, 14:24

Batz Benzer hat geschrieben:Und ich giere aus klanglichen Gründen derzeit nach einer Strat, deren einteiliger Ahorn-Hals im bekannten Hochglanzlack glänzt.

Kann schon sein, dass der Lack nicht unwichtiger ist... :mrgreen: ;)



Ja, gute Strats dieser Art kann man ab und zu bekommen...
:mrgreen: :banana02:
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Magman » Freitag 20. Juli 2018, 14:38

Mintage hat geschrieben:Auf einer meiner Strats habe ich "ab Werk" ein Rio-Griffbrett drauf: diese hat
die mit Abstand schönsten Höhen und ist trotzdem nicht so knallig wie
meine Ahorngriffbrett/Hals - Strat...! Gleichzeitig ist auch mittig und
"untenrum" alles an Frequenzen da, was ich bei meinen anderen Strats
teils vermisse.
Sollte es in Wirklichkeit doch nur am "echten" Nitrolack dieser Gitarre liegen ;-)

Grüße
Rainer


Rainer, wenn es eine Tandler Mintage ist glaube ich dir das sofort. Anders aber auch :mrgreen: Ich kenne das von Jürgen Rath's beiden identischen Mintage '61, die beide auch ein wunderschönes Rio-Board hatten. Auf einer montierte er mal spaßeshalber einen zweiteiligen Mapleneck. Ich meine, es wäre ein Musikraft Neck gewesen, jedenfalls war er sehr schön und "klanglich vorteilhaft" gemasert (stehende Jahresringe!). Die Strat klang völlig anders! Aber sowas von völlig anders, dass er sofort wieder wechselte. Mir gefiel es, weil viel Albert Collins im Tone :P

Nitro? Mag sein, das es die restlichen 5 Prozent ausmacht am gesuchten Soundbild.
Bild

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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon MonacoFranke » Freitag 20. Juli 2018, 17:49

Batz Benzer hat geschrieben:Sagst Du, es gibt keine unterschiedliche tendenzielle klangliche Ausrichtung bei reinen Ahorn-Hälsen und solchen mit Rosewood-Griffbrettern (ich merke gerade, wie umständlich ich diese Ausdrucksweise finde und bleibe lieber bei Ahorn- und Rosewood-Hals, da ja jeder weiß, was gemeint ist ;) )...?


Aber vorsicht mit den Begrifflichkeiten, das könnte Ärger geben! Who are the brain police? ;)
Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
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