Einen dicken Hals...

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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon Loki » Mittwoch 11. Oktober 2017, 15:19

es kann auch am Greifen liegen, zumindest war das bei mir der Grund. Meine Nash und die Tokai haben unterschiedlich dicke Hälse und unterschiedliche Mensur. Greife ich zB einen stinknormalen 12bar in A gleich, dann liegt der Daumen an der falschen Stelle und ich bekomme Krämpfe. Daher greife ich bei der einen die Quinte mit dem Mittelfinger, bei der anderen mit dem Ringfinger.
Grundsätzlich neige ich bei dünneren Hälsen eher zu Krämpfen da ich anscheinend unbewusst stärker zupacke
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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon Juergen2 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 16:06

Hallo Herr Kollege,

Wenn ich mich recht erinnere hattest du vor ca zwei Wochen etwas über Deine kaputte Kopfplatte geschrieben und in dem Zusammenhang dass Du ca. 2 Monate keine Gitarre gespielt hast.

Wenn du dann jetzt nach so langer Pause direkt mal einen Gig durchgespielt hast liegt das Problem ziemlich sicher nicht an Deinem Gitarrenhals (der dir ja jahrelang zugesagt hat), sondern eher an Deinen Muskeln.

Spiel mal ne zeitlang wieder regelmäßig und nicht gleich exzessiv und schau wie es sich anfühlt.

Bin mir relativ sicher dass du das in kürzester Zeit wieder „antrainiert“ hast und alles ist gut.

Geht mir am Bass übrigens ähnlich, wenn ich nach unserer Sommerpause zum erstenmal wieder bummbummbumm mit rechtem Zeige–/Mitelfinger im Schnelltempo machen soll, macht mein rechter Unterarm auch schlapp (trotz Krafttraining, sind halt ganz andere Muskeln und Bewegungsabläufe).

Nur mal als Gedanke...

Gruß
Michael
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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon Magman » Mittwoch 11. Oktober 2017, 16:12

Die Kollegen haben hier super erklärt :thumbsup03:

Roland, wenn man Vielspieler ist sollte man darauf achten, das das Halsprofil perfekt passt. Und wenn du auf deiner LP besser zurecht kommst dann gibt es auch für die Strat den genau passenden Hals, zB von Warmoth ‘59 Roundback Profil. Das hat deine LP dann sicherlich auch. Schade, bis vor kurzem hatte ich genau einen solchen Hals hier liegen. Hättest du dann mal probieren können.

Ich selbst komme auch besser mit kräftigen Hälsen zurecht. Meine neue Maybach Tele hat einen extrem fetten Hals mit U-Profil und durchgehenden 26mm! Darauf fühle ich mich wohl und das bringt auch enorm viel Ton aus der Gitarre. Nehme ich dann mal die Paisley Strat in die Hände kommt mir die wie eine Kinder- oder Mädchengitarre vor. Die kann ich nicht lange spielen.

Nebenbei: einige Top100 Gitarristen spielen zb eine PRS. Die bekommt man mit recht sattem Halsprofil (wide fat) und je nach Modell deckt man gute LP, Strat und Telesounds mit einer einzigen Gitarre ab. Dort hat das schon gewisse Vorteile.

PS: bei Krämpfen hat man auch sehr oft Vitaminmangel. Mir halfen da Schüssler Salze 1-12 sehr. Damit habe ich vieles in den Griff bekommen. Vielleicht auch hier mal informieren!
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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon MonacoFranke » Mittwoch 11. Oktober 2017, 19:56

Das Thema Halsbreite und -stärke finde ich spannend! Offenbar hat die Halsbreite eher zugenommen im Lauf der Jahre. Meine aktuelle Tele aus 2006 hat eine Breite von 42,0 mm am Sattel und eine Stärke von 22,7 mm. Eine ältere 70er Tele kommt nur auf 39,5 mm Breite am Sattel. Ähnliche Werte habe ich übrigens auch für Strats. Solche von Vintage sind tendenziell etwas breiter (> 43 mm).

Nach langem Probieren habe ich die für mich passende Form gefunden, die auch bei längeren Gigs angenehm bleibt: 42,0 und 22,0 am Sattel, mit leichtem V.
Zuletzt geändert von MonacoFranke am Donnerstag 12. Oktober 2017, 06:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon tommy » Mittwoch 11. Oktober 2017, 20:11

MonacoFranke hat geschrieben:Das Thema Halsbreite und -stärke finde ich spannend! Offenbar hat die Halsbreite eher zugenommen im Lauf der Jahre. Meine aktuelle Tele aus 2006 hat eine Breite von 42,0 mm am Steg und eine Stärke von 22,7 mm. Eine ältere 70er Tele kommt nur auf 39,5 mm Breite am Steg. Ähnliche Werte habe ich übrigens auch für Strats. Solche von Vintage sind tendenziell etwas breiter (> 43 mm).

Nach langem Probieren habe ich die für mich passende Form gefunden, die auch bei längeren Gigs angenehm bleibt: 42,0 und 22,0 am Steg, mit leichtem V.



Ich glaube, Du meinst "Sattel" oder?
LG Tommy


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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon M. L. Schwan » Mittwoch 11. Oktober 2017, 21:24

Juergen2 hat geschrieben:Hallo Herr Kollege,

Wenn ich mich recht erinnere hattest du vor ca zwei Wochen etwas über Deine kaputte Kopfplatte geschrieben und in dem Zusammenhang dass Du ca. 2 Monate keine Gitarre gespielt hast.

Wenn du dann jetzt nach so langer Pause direkt mal einen Gig durchgespielt hast liegt das Problem ziemlich sicher nicht an Deinem Gitarrenhals (der dir ja jahrelang zugesagt hat), sondern eher an Deinen Muskeln.

Spiel mal ne zeitlang wieder regelmäßig und nicht gleich exzessiv und schau wie es sich anfühlt.

Bin mir relativ sicher dass du das in kürzester Zeit wieder „antrainiert“ hast und alles ist gut.

Geht mir am Bass übrigens ähnlich, wenn ich nach unserer Sommerpause zum erstenmal wieder bummbummbumm mit rechtem Zeige–/Mitelfinger im Schnelltempo machen soll, macht mein rechter Unterarm auch schlapp (trotz Krafttraining, sind halt ganz andere Muskeln und Bewegungsabläufe).

Nur mal als Gedanke...

Gruß
Michael


Hi,

ich denke der Beitrag von jürgen, (der eigentlich Michael heißt :boing02: ) ist es Wert in Betrachtung gezogen zu werden.
Nicht jedes Problem muss unbedingt mit neuem Equipment oder Modifikationen erschlagen werden.

Gruß
Viele Grüße
- Der Schwan -
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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon MonacoFranke » Donnerstag 12. Oktober 2017, 06:10

tommy hat geschrieben:
MonacoFranke hat geschrieben:Das Thema Halsbreite und -stärke finde ich spannend! Offenbar hat die Halsbreite eher zugenommen im Lauf der Jahre. Meine aktuelle Tele aus 2006 hat eine Breite von 42,0 mm am Steg und eine Stärke von 22,7 mm. Eine ältere 70er Tele kommt nur auf 39,5 mm Breite am Steg. Ähnliche Werte habe ich übrigens auch für Strats. Solche von Vintage sind tendenziell etwas breiter (> 43 mm).

Nach langem Probieren habe ich die für mich passende Form gefunden, die auch bei längeren Gigs angenehm bleibt: 42,0 und 22,0 am Steg, mit leichtem V.



Ich glaube, Du meinst "Sattel" oder?


Ja, sorry. Ich werde das korrigieren :oops:
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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon setneck » Donnerstag 12. Oktober 2017, 06:43

Magman hat geschrieben:...PRS. Die bekommt man mit recht sattem Halsprofil (wide fat) und je nach Modell deckt man gute LP, Strat und Telesounds mit einer einzigen Gitarre ab. Dort hat das schon gewisse Vorteile...

Ohne Werbungsambitionen: das "wide fat" Profil von PRS ist für mich DAS Halsprofil! Wobei, wie PRS selber sagt, ist gar nicht soo breit und gar nicht soo dick. Meine R9 gibt mir da mehr in die Hand... Das spielt sich in allen Lagen so was von entspannt, quasi ergonomisch bis orthopädisch wertvoll :) .
Seit ich die nackten Palisanderhäse lieben gelernt habe, mag ich auch gar keinen Lack mehr am Hals, daher habe ich einige meiner bedeckten Hälse freilegen lassen - und es spielt sich auch viel freier.
Aber wie bereits oben gesagt, der Umzug (genau dabei hatte ich auch schon mal die Situation mit Krampf beim Gig - musste dann ZZ-Top mit einem Finger spielen- zum Glück nicht Van Halen) kann da schon zu beigetragen haben, ungewohnte Belastung und mangelnde Übung...
Aber sich mal mit Halsprofilen auseinanderzusetzen ist nicht verkehrt, ich wünschte, ich hätte das auch eher getan.
Schöne Jrööss,
Thomas
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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon kiroy » Donnerstag 12. Oktober 2017, 09:50

Loki hat geschrieben:es kann auch am Greifen liegen, ...
Grundsätzlich neige ich bei dünneren Hälsen eher zu Krämpfen da ich anscheinend unbewusst stärker zupacke
Ja, das vermute ich bei mir auch.

Juergen2 hat geschrieben:...Wenn du dann jetzt nach so langer Pause direkt mal einen Gig durchgespielt hast liegt das Problem ziemlich sicher nicht an Deinem Gitarrenhals (der dir ja jahrelang zugesagt hat), sondern eher an Deinen Muskeln....
Vielen Dank für den Hinweis. Ich merke gerade, die zeitliche Abfolge geht aus meinen Beiträgen nicht so klar hervor. Sorry!
Der Gig, bei dem sich meine Hand verkrampfte, war bereits im Juli (vor dem Umzug und der zweimonatigen Zwangspause).

Mintage hat geschrieben:Und ein Krampf in der Greifhand wird m.Mg. nach vor allem durch Überlastung/Fehlhaltung ausgelöst...
Ich würde an Deiner Stelle noch nicht aktiv werden bzgl. Neuanschaffung, da Du ja die letzten Jahre "krampffrei" die Gigs abreißen konntest...
M. L. Schwan hat geschrieben:Nicht jedes Problem muss unbedingt mit neuem Equipment oder Modifikationen erschlagen werden.
Na toll! :motz01: Jetzt nehmt Ihr mir die Argumente weg, mit denen ich bei meiner Finanzministerin den Kauf einer neuen Gitarre durchsetzen wollte! :motz01: :mrgreen:

Magman hat geschrieben:Nebenbei: einige Top100 Gitarristen spielen zb eine PRS. Die bekommt man mit recht sattem Halsprofil (wide fat) und je nach Modell deckt man gute LP, Strat und Telesounds mit einer einzigen Gitarre ab. Dort hat das schon gewisse Vorteile.

PS: bei Krämpfen hat man auch sehr oft Vitaminmangel. Mir halfen da Schüssler Salze 1-12 sehr. Damit habe ich vieles in den Griff bekommen. Vielleicht auch hier mal informieren!
Ja, PRS stand auch (wieder mal) auf meiner Liste. ;)
Ein Krampf ist ja oft ein Zeichen von Magnesium-Mangel. So ein Pülverchen habe ich mir als erste Therapie gleich nach dem verkrampften Gig gekauft. Meine Frau ist auch so eine "Schüsslerin". ;)

Naja, ich warte jetzt erst mal ab, ob es wieder auftritt (ich hab' schon ein bisschen "Bammel" vor dem nächsten Gig - nächste Woche). :shock: Vielleicht war es ja wirklich nur eine einmalige Sache. Ansonsten würde ich wohl tatsächlich mal eine (gebrauchte) PRS probieren. Vorausgesetzt, in meiner Preisklasse gibt es überhaupt Wide-Fat-Hälse.
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Re: Einen dicken Hals...

Beitragvon Wizard » Donnerstag 12. Oktober 2017, 10:08

Krämpfe in den Händen, ansatzweise bei mir, passieren in unserem Alter schon mal. Wenn ich zu lange am Stück spiele tritt das gelegentlich auf.

Na klar hat das auch mit den Halsprofilen zu tun, aber eben auch nur teilweise. Nach den Jahren des Spielens auf deiner Strat hättest du

ein "falsches" Profil wohl schon eher bemerkt. Wir alten Säcke werden halt nicht jünger! :oops: :twisted:

Keith Richards ist 16 Jahre älter als ich und seine Hände sind, nun ja wie soll man sagen, aber der Mann hat grad wieder mal ne Welttour hinter sich.

Wenn ich in 16 Jahren noch so fit bin auf der Klampfe, dann :thumbsup03: aber Hallo!
Gruß Peter

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