Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

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Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon kiroy » Donnerstag 5. Oktober 2017, 12:56

Hallo zusammen!

Ab und zu versucht man ja auch, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Beim Rumstöbern bin ich deshalb bei Thomann auf einige E-Gitarren gestoßen, die hier und anderswo eher stiefmütterlich behandelt werden.
Es gibt hier einen Strat-, einen Tele- einen ES-, einen Les Paul-, einen Gretsch-Thread (und sicher noch andere). Deshalb eröffne ich hier mal einen Thread für die eher seltenen Fenders: Jaguar, Jazzmaster und Mustang.

Wer hat oder hatte denn eine von denen und kann mal etwas schildern, wie die so sind?
Wie klingen die (Sound)?
Gibt es ein bevorzugtes Genre?
Bespielbarkeit?
Flexibilität?
Und was sonst noch interessant sein könnte...

Mir ist beim ersten Hinsehen nur aufgefallen, dass es
- die Jaguar mit SingleCoils oder Humbucker gibt,
- die Jazzmaster mit SingleCoils (die aussehen wie P 90) und Humbucker gibt und
- die Mustang mit SingleCoils und P 90 gibt (daneben gibt es sie auch noch von Squier mit Humbucker oder SingleCoils).

Bin gespannt... :boing01:


PS:
Ach ja...
und eigentlich finde ich die Dinger alle ziemlich schön. :oops:
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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon Mintage » Donnerstag 5. Oktober 2017, 13:27

Moin Roland,

wenn man bedenkt, das Leo Fender nie verstehen konnte, warum die Gitarristen bei Strat u. Tele "stehenblieben", da
für ihn die o.g. Gitarren Weiterentwicklungen waren...!

Es sind durchaus gut gemachte Gitarren - allerdings haben sie einen ganz eigenen Klang (neben eines eigenen
Spielgefühls ! ) - und der war eben nicht so kompatibel wie bei Strat u. Tele.
In einer Americana-Band machen sie absolut Sinn - aber ich kenne hier in Deutschland keine Band, die diesen Stil
spielt ;-)

Ähnlich wie bei Gretsch ist der Gitarrist hier eher rhythmisch/akkordmäßig gefragt - und schon steigen alle Solo-Helden
aus 8-)

Die Instrumente der aktuellen American Vintage-Serie sind perfekt gemacht, definitiv den damaligen überlegen - aber sie
kosten auch gutes Geld !

Grüße
Rainer
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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon HaWe » Donnerstag 5. Oktober 2017, 15:11

Naja, indirekt war die Jaguar zumindest schon öfter im Gespräch.
Hier ein sehr schönes Beispiel:

https://youtu.be/EyhGNklqArU


Und hier eine Jazzmaster:

https://youtu.be/djzslrQrTyI
Gruß HaWe
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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon Keef » Donnerstag 5. Oktober 2017, 15:52

HaWe hat geschrieben:… Und hier eine Jazzmaster: https://youtu.be/djzslrQrTyI

Zumindest hört man hier, dss man damit grässlichen Lärm machen kann… :undwech:
"Ich kenne Sie irgendwoher..."
"Sie schauen zuviel Pornos!"
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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon telly45 » Donnerstag 5. Oktober 2017, 16:17

Mintage hat geschrieben:.....- und schon steigen alle Solo-Helden
aus 8-)
...
Grüße
Rainer


Hier, wer hat nach mir gerufen :roll: ?




:tuete01: :undwech:
Gruß Rainer
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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon Ingolf » Donnerstag 5. Oktober 2017, 19:46

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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon THB » Donnerstag 5. Oktober 2017, 20:56

Ich oute mich als Besitzer einer Harley Benton Mustang. Tolle Gitarre, die richtig Spaß macht. Zur Zeit Opfer eines massiven Umbaus. Die Nachfolgerin ging mit 3,7 kg zurück...
Eigentlich ist mir eine Duosonic lieber.... Da ließe sich ja fast eine early 60s kaufen, das ist ja noch bezahlbar... oder alternativ so ca. 15 der neuen Squier Bullits....
Ich mag den Ton der kürzeren Mensur für Slide....
"Let me explain something about guitar playing.
Everyone's got their own character.
Everyone's approach to what can come out of six strings is different from another person, but it's all valid. "
Jimmy Page
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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon kiroy » Freitag 6. Oktober 2017, 09:13

Mintage hat geschrieben:In einer Americana-Band machen sie absolut Sinn - aber ich kenne hier in Deutschland keine Band, die diesen Stil
spielt ;-)
Vielen Dank, Mintage.
Jetzt müsste ich nur noch wissen, was eine Amerikana-Band ist... :kopf_kratz01: :mrgreen:

HaWe hat geschrieben:Naja, indirekt war die Jaguar zumindest schon öfter im Gespräch.
Hier ein sehr schönes Beispiel:

https://youtu.be/EyhGNklqArU


Und hier eine Jazzmaster:

https://youtu.be/djzslrQrTyI
Huch! :o :shock:
Ähm..., ein bisschen anders hab ich mir die Klänge schon vorgestellt. :mrgreen:

Keef hat geschrieben:Zumindest hört man hier, dss man damit grässlichen Lärm machen kann… :undwech:
:thumbsup03: Absolut! :mrgreen:

Ingolf hat geschrieben:Ähm, hier:
http://gitarrenbu.de/viewtopic.php?f=8&t=2254
Oh! Vielen Dank, Ingolf!
Diesen Thread habe ich irgendwie übersehen. Danach scheint es ja doch ein paar Leute hier zu geben, denen diese Gitarren bekannt sind. :thumbsup03:
Und dieser Satz
Ingolf hat geschrieben:Man darf einfach nicht erwarten, eine Strat oder Tele mit anderen Pickups vor sich zu haben...
erscheint mir sehr wichtig und interessant zu sein. Außerdem schreckt mich das Gewicht natürlich ab.

Offenbar ist es aber auch schwer den Sound zu beschreiben. Klar, es sind ja auch drei verschiedene Gitarren, mit jeweils mindestens zwei verschiedenen Pickup-Bestückungen.

Es gab bei uns mal eine Band, die auch hauptsächlich 60er-Jahre gespielt haben und da hatte einer der Gitarristen auch eine solche Gitarre (keine Ahnung, welche, jedenfalls keine Tele/Strat). Ich kann mich zwar nicht mehr daran erinnen, wie die klang, aber wenn's sooo schlimm wie in den Links von HaWe gewesen wäre, hätte ich es bestimmt in Erinnerung behalten. ;) Ich hatte vermutet, dass die o. g. Gitarren vielleicht noch mehr den Sound der 60er/70er wiedergeben und wenn sie sich gut spielen lassen (evtl. kürzere Mensur?) und ein bisschen flexibel sind, wäre eine davon vielleicht auch was für mich gewesen.

THB hat geschrieben:Ich oute mich als Besitzer einer Harley Benton Mustang. Tolle Gitarre, die richtig Spaß macht...
Vielen Dank für Dein Outing. ;)
Mit anderen Anbietern als Fender habe ich jetzt überhaupt nicht gerechnet! Vielleicht sollte ich es tatsächlich mal wagen, eine Harley Benton zu bestellen, dann kann ich am besten feststellen, ob mir so eine Klampfe liegt. Meine "Ganz-billig-Käufe" waren allerdings bisher nur Reinfälle.

Mal abwarten, ob sich noch jemand als Jaguar-/Mustang-/Jazzmaster-User outet...
:popcorn:
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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon Gutmann » Freitag 6. Oktober 2017, 09:30

Ich könnte mir für mich ja so eine g&l doheny vorstellen..

Bild

Die hat das sehr klasse g&l–Tremolo und eine passive Treble+Bass Kontrolle.
With great gain comes great responsibility.
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Re: Leos "Stiefkinder" - Jaguar, Mustang, Jazzmaster

Beitragvon Diet » Freitag 6. Oktober 2017, 09:47

kiroy[quote="HaWe hat geschrieben:Naja, indirekt war die Jaguar zumindest schon öfter im Gespräch.
Hier ein sehr schönes Beispiel:

https://youtu.be/EyhGNklqArU



Moin Roland,

Du schreibst aber wenn's sooo schlimm wie in den Links von HaWe gewesen wäre, hätte ich es bestimmt in Erinnerung behalten. ;) :popcorn:


also da muss ich als Ribot Fan jetzt aber mal entschieden dazwischenfunken :o :D
Dass man diese Musik nun nicht unbedingt mag, das ist ja völlig in Ordnung.
Aber wo klingt Ribot´s Jaguar denn da schlimm in dem Video?

Hier ein anderes Beispiel:
[youtube]http://youtu.be/smHBuUodbAY[/youtube]

Klingt das auch schlimm?
Also ich weiß nich... :kopf_kratz01: :shock: ;)
Für mich klingt er immer nut total vintage/retro/geil.
Da lohnt z.B. auch bei den Tom Waits Sachen mit ihm reinzuhören.

Ansonsten fällt mir ein, dass diese Gitarren immer wieder mal kleine Höhenflüge hatten.
In der New Wave/NDW Zeit in den Achtzigern sind die mir öfter mal aufgefallen. Da wurden mir die Jaguar/Jazzmaster überhaupt
erst bewusst als Gitarrenmodelle.
Dann in den Neunzigern bei einigen Kapellen im Grunge Bereich.
In der Regel aber immer eher Jazzmaster als Jaguar.

Gruß Diet
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