Flatwound-Alternativen

Gurte, Plektren, Sensationen - alles rund um die Gitarre, was nicht Gitarre, Amp oder FX ist
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Blues-Verne
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Re: Flatwound-Alternativen

Beitrag von Blues-Verne » Donnerstag 4. Oktober 2018, 22:35

Pfaelzers KSM hat geschrieben:
Magman hat geschrieben:Ansonsten: Die geschliffenen Pyramid Saiten sind Klassiker, werden noch in alter Tradition hergestellt. Teile Max Junger doch mal mit, was du daran nicht gut findest. Ich bin mir sehr sicher, er findet Gehör für dich und vielleicht auch ne Lösung ;)
Habe ich schon. Bei mir reissen die Dinger wie verrückt an den Ballends (auch die Rock'n'Roll-Sätze).
Ich würde die Firma ja wirklich gerne unterstützen, weil Pyramid auch gemischte Sätze mit Saitenstärken nach Kundenvorgaben bei geringen Stückzahlen macht (was ich übrigens sehr löblich finde)...aber es hilft nichts, wenn die Dinger den pfaelzerschen Anschlag nicht aushalten....
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Ach Jörg, du kannst doch löten ... 8-)
Ich spiele ja fast ausschliesslich Pyramids 11-49 bzw. 52 und begegne dem Ballends-Reissen - frag mich, warum DIE Jungers das nicht in den Griff kriegen - schon seit Jahren damit, dass die Umwicklung an den Ballends einfach verlötet wird. Bringt erheblich geringere Ausfallraten >gegen 0 und längere Stimmstabilität obendrein. :idea:
mit freundlicher Empfehlung

Verne
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OhNoNoNo
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Nicht wirklich OT:

Beitrag von OhNoNoNo » Sonntag 9. Dezember 2018, 14:52

Konnte nicht widerstehen dieses Vid hier anzuhängen ... :P

Passt in weitestem Sinne hier zum Thema weil 'Rounds' und JM. ;)



Übrigens, für mich der Gitarrist, den ich am meisten 'verehre'. Man muß ihn mit seinem Trio (und auch in anderen Ensembles) live gesehen haben. Oder auch mal einen seiner Wörkschops besucht haben. Phänomenal! :)
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Re: Flatwound-Alternativen

Beitrag von OhNoNoNo » Mittwoch 20. Februar 2019, 19:50

So, ist lange her dass hier was passiert ist. Habe dann heute endlich mal 11er Thomastik Flats aufgezogen und ein wenig herumgedaddelt.

Mjo, muß ich mich erst dran gewöhnen. Hätte auch 13er oder mindestens 12er nehmen können.
Nackich und alleine ist der Sound gefühlt sauber, vielleicht ein wenig voller als mit Rounds. Der Unterschied ist jetzt aber nicht wirklich beeindruckend.
Das Griffgefühl ist i.O., aber auch mit Rounds hatte ich nie Probleme.
Schaumama morgen bei der Probe mit Bläsern, Piano etc.. Vielleicht kommt das Aha-Erlebnis erst im Zusammenspiel.

Also - vom Hocker hauen mich die Saiten derzeit nicht ... :kopf_kratz01:
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Für die Flat-interessierten

Beitrag von OhNoNoNo » Freitag 22. Februar 2019, 11:47

Gestern Probe gehabt. Jazzkombo mit einigen Bläsern, Flügel, Drums und Bass.
Es war schon eine starke Umgewöhnung von meinen bisherigen 11-52ern. Die Flats spielen sich sehr weich. Eine kräftige Spielhand ist da völlig fehl am Platz. Nach einiger Eingewöhnung freut sich die Spielhand allerdings und geht deutlich präziser mit den filigranen Jazzakorden um. Ja, das möchte ich nun nicht mehr missen. Bendings ebenso butterweich.
Die Tonentfaltung hat mir mehr 'Arbeit' gemacht. Gewohnte Einstellungen am Amp konnte ich komplett über Bord werfen. Letztendlich musste ich Gain um knapp 2h und Vol. um gut 1h erhöhen, um im Ensemble einen rundes Gesamtbild mitzuverantworten.
Der erzielbare Ton ist insgesamt deutlich runder und nicht mehr so präsent oder gar queck. Der Ton hat etwas von einer Servolenkung - ist also nicht mehr als 'sportlich' zu beschreiben ... ;)

Nach wie vor schwanke ich zwischen Begeisterung und 'ich weiß nicht'. Vielleicht sollte ich noch einmal mit Rounds herumexperimentieren. Die sollten dann ausreichend griffig für die Finger sein, aber weich genug für smoothe jazztypische Begleitung. Jaja, ich weiß. Die Suchen nach dem Gral ... 8-)

Danke füs geneigte Lesen.
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Re: Flatwound-Alternativen

Beitrag von OhNoNoNo » Montag 25. März 2019, 19:54

Für evtl. interessierte geneigte Leser:

Wochen später ...

... spiele ich die Flats immer noch inner Jazzkombo auf meiner Jazzmaster.
Derzeit habe ich mich so sehr daran gewöhnt, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann unsere Musik mit Rounds zu spielen. Meinen Anschlagstil habe ich völlig umgestellt. Plec nur noch für Solis und hier auch eher selten auf den beiden Diskantsaiten.
Akkorde schlage ich nur noch mit dem Daumen an. Das klingt recht verhalten, nahezu ohne Sustain, so wie man es von der klassisch gespielten Jazzgitarre her kennt. Die Umstellung meines Spielstils ist von ganz alleine gekommen. Ich bin dabei einfach dem besseren Bandsounding gefolgt und habe den Spielstil immer mehr, nahezu unbewusst, angepasst.
Die Flats haben ihren Sound in der Zeit auch stark verändert und klingen mittlerweile irgendwie sehr 'holzig'. Das gefällt mir sehr gut und passt auch gut zur Musik. Ja - mittlerweile ist der holzige Ton ein Muß für mich.
Allerdings klingen die Flats rockig gespielt in meinen Ohren nicht mehr. Der Ton ist zwar kräfig, aber es fehlt deutlich an Agressivität. Damit ist die Jazzmaster von der 'eierlegenden Wollmilchsau' zum 'one trick pony' geworden. Macht nix, habe ja noch ausreichend rockige 6-Saiter ... :thumbsup02:

Wer also Spaß an Jazz hat: Flats sind durchaus einen Versuch wert. Mit ein wenig Übung kommt man so dem klassischen Jazzsound sehr deutlich näher.
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Re: Flatwound-Alternativen

Beitrag von THB » Dienstag 26. März 2019, 09:59

Rückmeldung als geneigter Leser,
das klingt tatsächlich spannend. Ich werde die Flatwound-Idee mal auf ein im Bau befindliches Projekt übertragen und bin gespannt (daher "spannend") ob dessen, was sich dann klanglich tut....
"Let me explain something about guitar playing.
Everyone's got their own character.
Everyone's approach to what can come out of six strings is different from another person, but it's all valid. "
Jimmy Page

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Re: Flatwound-Alternativen

Beitrag von OhNoNoNo » Dienstag 26. März 2019, 18:12

Ja, probier' das mal. Würde mich sehr interessieren wie du dann damit händelst.
Manchmal sind neue Wege ja interessant. Manchmal kehrt man auch wieder zu seinen Pantoffeln zurück.
Ich lasse mich da von mir selber noch überraschen ... :smoke01:
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Re: Flatwound-Alternativen

Beitrag von BruderM » Dienstag 26. März 2019, 19:53

Ich hab hier eine Kraushaar Stageplayer, eine Art E/A-Hybrid, wo ich einen SingleCoil von Lawrence mit einem Piezo verheiratet habe und da sind mir die Thomastik Flats mit Abstand das liebste. Wunderbare Haptik/Bespielbarkeit, gute Haltbarkeit, stabiler Ton, damit geht von Jazzklängen bis klassischen E-Akustiktönen fast alles. Die DÁddario Chromes kommen da noch einigermassen in die Nähe, aber auch als bekennender (Billig-)Pyriamidspieler auf meinen anderen Klampfen nehme hier gerne die teurereren und preiswerten Saiten aus Ö.....

Gruß
Marc
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