Tandem-/ Stacked-/Dual Concentric Potis

Selbst ist der Gitarrist: Reparieren, Pimpen, Customizen, Eigenbauten

Tandem-/ Stacked-/Dual Concentric Potis

Beitragvon THB » Donnerstag 27. September 2018, 22:55

Tandem-/ Stacked-/Dual Concentric Potis sind quasi zwei Potis in einem Gehäuse für eine Bohrung.

Das bedeute konkret, ein Poti besteht das zwei Teilen, der obere und untere Teil sind -korrekte Montage vorausgesetzt-unanhängig voneinander drehbar, wobei der untere einen - je nach Hersteller- größeren Durchmesser hat.

In den im Gitarrenbereich üblichen Versionen gibt es im Prinzip drei Varianten:
1. Fernost-Fertigung - meist mini potis
2. CTS
3. Noll/ MEC

allesamt erhältlich sind meist nur mit Riffelknöpfen in den Varianten Chrom, Gold oder Schwarz. Im Elektronikhandel gibt es sicherlich weitere, wer viel Geld ausgeben möchte bekommt auch noch Danelectro....

Die Fernost-Teile verrichten in der Regel ihren Job.
Die CTS-Teile (bekannt aus den frühen Jazzbassen) haben einen deutlich größeren unteren Regler.
Die Noll/ MEC-Teile lassen sich aufgrund der geringen Durchmesser-Unterschiede mit sehr wenig Übung gleichzeitig drehen, ermöglichen also bei einer 2x Volume Schaltung eine Mastervolume-Funktion.

Ich verwende die Fernost-Teile (bzw. eines davon) in einer Duosonic, die aufgrund der ibanez Talman (?) Controlplate nur ein Poti ermöglich als Volume (unterer Ring) und Tone (oberer Ring), da der obere Teil recht fizzelig einzustellen ist.

CTS habe ich in einer Telecaster mit zwei Humbuckern, die hier 50s Wiring ermöglichen. Sie waren der Startpunkt für meine Basteleien mit diesen Potis.

Noll/ MEC sind eine andere Hausnummer! Wie bereits erwähnt ermöglicht die ergonomsche Form die gleichzeitige Regelung. Zudem regeln diese Teile butterweich laufend feinfühlig, das, was sie sollen. Es gibt sie in 250 und 500 (und diversen Low-Impedance-Versionen) Kilo, lin. und log., auf Wunsch auf gemischt und als special in einer Push-Pull-Schalter-Variante. Sie haben recht filigrane Anschlüsse und erinnern die älteren Semester an die wundervollen alten Preh-Potentiometer....

Ich verwende sie in meinen Epiphones (dort tw. auch als Einfach-Poti aufgrund der hervorragenden Regel-Eigenschaften) und mit stetig wachsender Begeisterung in meiner Slick SL 60 im LP 50s Wiring....

Für mich ein wesentliches Stück Equipment/ Erquickment das ich nicht missen möchte, verbindet es doch den Stratgewohnten Mastervolumen mit den Möglichkeiten eines 50 Wirings....., spiele ich traditonelle Paula und etwas ES-artiges merke ich zunehmend, wie mir die MV-Möglichkeit fehlt....
"Let me explain something about guitar playing.
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Everyone's approach to what can come out of six strings is different from another person, but it's all valid. "
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