Fender Princeton Reverb defekt

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tommy
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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von tommy » Freitag 14. Februar 2020, 14:58

Das ist ja spannend!

Peter, vielleicht hast Du ja, ohne es zu wissen, einen weltexklusiven, wahnsinnig wertvollen Prototypen!
Einen Amp, der ganz schnell wieder von der Bildfläche verschwand, weil er drohte, die weltweite Gitarrenverstärker Fertigung ins Abseits zu drängen!!!
:panic: :boing01: :prost:
LG Tommy


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Wizard
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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von Wizard » Freitag 14. Februar 2020, 16:39

Mintage hat geschrieben:
Freitag 14. Februar 2020, 14:44

Nur damit wir uns richtig verstehen:

Du hast einen Fender Princeton Reverb (Blackface oder Silverface ist egal ) bzw. einen Princeton Reverb Reissue ?!?

Die haben seit Mitte der 60er zwei 6V6-Endröhren drin, die im Gegentakt laufen - sprich Class AB !
Die einzigen Fender-Amps in Class A - Bauweise waren kleine Fender Tweeds der Endfünfziger bzw. die Fender Champs der Dekade bis Mitte
der 80er. Die hatten auch teils nur eine Endröhre drin, da die Leistung ca. 8W nicht überstieg !

Der Princeton Reverb hat aber 15W - und ist ein klassischer Class AB-Amp, d.h. es sollten beide Endröhren gewechselt und neu eingemessen
werden, wenn eine defekt ist !

Die Erfahrung zeigt, das Dipl.Ing. in Verbindung mit Röhrenamps nix heißen muß, wenn man nicht gelernt hat, wie diese funktionieren...!
Dazu kommt, das ja gerade "Kraftwerk" die Band war, in der sich viele Gitarristen mit Röhrenamps tummelten 8-)

Wie gesagt, das ein Princeton Reverb ein Class A-Amp ist, höre ich zum ersten mal...!

Aber mach` Dir keinen Kopp, wenns funktioniert ist es ja in Ordnung ;-)

Rainer, du hast natürlich vollkommen recht. Hab das mit meinem Tweed Champ verwechselt, der ist Class A - der Princeton natürlich Class AB.

Tja, kann nur hoffen, dass die andere Röhre hält... Mannomann, Sachen gibt's... :tuete01:
Gruß Peter

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tommy
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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von tommy » Freitag 14. Februar 2020, 17:42

Sonst sprich doch nochmal mit dem Tech, ob nicht ein Komplettaustausch sinnvoll wäre. Und falls nicht, warum.
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Wizard
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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von Wizard » Freitag 14. Februar 2020, 18:30

tommy hat geschrieben:
Freitag 14. Februar 2020, 17:42
Sonst sprich doch nochmal mit dem Tech, ob nicht ein Komplettaustausch sinnvoll wäre. Und falls nicht, warum.
Hab ich auch schon gedacht, denn er hat ja schließlich einen Denkfehler (Class A) fabriziert...
Gruß Peter

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tommy
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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von tommy » Freitag 14. Februar 2020, 19:52

Wizard hat geschrieben:
Freitag 14. Februar 2020, 18:30
tommy hat geschrieben:
Freitag 14. Februar 2020, 17:42
Sonst sprich doch nochmal mit dem Tech, ob nicht ein Komplettaustausch sinnvoll wäre. Und falls nicht, warum.
Hab ich auch schon gedacht, denn er hat ja schließlich einen Denkfehler (Class A) fabriziert...
Für mich ist das eher ein Kommunikationsfehler. Die zweite Endstufenröhre kann man nicht übersehen.
Ich hab fast den Eindruck, er hat noch eine Röhre als "Rest" liegen gehabt und die dann genommen.

Wenn alles passt, ja auch kein Problem, ausser dass die bereits 10 Jahre alte, verbliebene Röhre nun eine geringere Lebenszeit aufweist als die neue.
D.h., wenn die alte aufgibt, geht das Theater wieder von vorn los.
Insgesamt wird auf diese Weise das Ganze auch teurer, da Du öfter die Technikerstunden aufaddieren musst (die übrigens, egal ob nun eine oder zwei Röhren getauscht werden, gleich sein dürften. Der Aufwand ist der gleiche).
LG Tommy


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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von Wizard » Freitag 14. Februar 2020, 21:34

Wenn beim Budentreffen das Ding abraucht, dann weiß man halt warum.
Ich bring ja sowieso für alle Fälle noch den Blues Junior mit, ABER: Dessen gesamte Röhren sind so alt wie er selbst: 24 Jahre :twisted: :shock: :twisted:
Gruß Peter

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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von Mintage » Samstag 15. Februar 2020, 02:31

Wizard hat geschrieben:
Freitag 14. Februar 2020, 21:34
Wenn beim Budentreffen das Ding abraucht, dann weiß man halt warum.
Ich bring ja sowieso für alle Fälle noch den Blues Junior mit, ABER: Dessen gesamte Röhren sind so alt wie er selbst: 24 Jahre :twisted: :shock: :twisted:
Das ist auch kein Problem - wenn die Röhren robust waren und der
Bias noch im Rahmen liegt !

Komme gerade von einem kleinen Privat -Gig, bei dem ich meinen 1990er
Fender Super60 spielte: lt. einhelliger Meinung dürfte dieser Amp
schon gar nicht mehr existieren - und den Bias kann man noch nicht
mal einstellen...! Aber mit 12 Jahre alten Endröhren lief er wieder
5 Stunden zu voller Zufriedenheit aller Beteiligten ;-)
Es ist eine simple, roadtaugliche Technik - mit dicker Platine und
fetten Trafos !

Grüsse
Rainer

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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von Diet » Samstag 15. Februar 2020, 10:36

Wizard hat geschrieben:
Freitag 14. Februar 2020, 21:34
Wenn beim Budentreffen das Ding abraucht, dann weiß man halt warum.
Ich bring ja sowieso für alle Fälle noch den Blues Junior mit, ABER: Dessen gesamte Röhren sind so alt wie er selbst: 24 Jahre :twisted: :shock: :twisted:
Moin Peter,

hat der Princeton nicht einen Bias-Trimmer, wie der Deluxe Reverb z.B.?
Beim DR kann man von unten im Chassis den Trimmer ganz einfach mit einem Schraubendreher bedienen.
Jedenfalls bei meinem Silverface.
Dann bring einfach ein neues Röhrenpaar nach Quakenbrück mit und wir messen die ein.
Ich hab ein Messgerät, den Bias-Master von TAD und kann den mitbringen.
Das ist kein Hexenwerk.

Gruß Diet

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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von Mintage » Samstag 15. Februar 2020, 10:45

Diet hat geschrieben:
Samstag 15. Februar 2020, 10:36
Wizard hat geschrieben:
Freitag 14. Februar 2020, 21:34
Wenn beim Budentreffen das Ding abraucht, dann weiß man halt warum.
Ich bring ja sowieso für alle Fälle noch den Blues Junior mit, ABER: Dessen gesamte Röhren sind so alt wie er selbst: 24 Jahre :twisted: :shock: :twisted:
Moin Peter,

hat der Princeton nicht einen Bias-Trimmer, wie der Deluxe Reverb z.B.?
Beim DR kann man von unten im Chassis den Trimmer ganz einfach mit einem Schraubendreher bedienen.
Jedenfalls bei meinem Silverface.
Dann bring einfach ein neues Röhrenpaar nach Quakenbrück mit und wir messen die ein.
Ich hab ein Messgerät, den Bias-Master von TAD und kann den mitbringen.
Das ist kein Hexenwerk.

Gruß Diet
Das ist genau das Werkzeug meines Vertrauens :-)

Und der Princeton müßte genau diese "Einstell-Bohrung" a la
Deluxe Reverb haben - so das man das Chassis gar nicht ausbauen
muß !!

Grüsse
Rainer

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Re: Fender Princeton Reverb defekt

Beitrag von tommy » Samstag 15. Februar 2020, 11:55

Diet hat geschrieben:
Samstag 15. Februar 2020, 10:36
Wizard hat geschrieben:
Freitag 14. Februar 2020, 21:34
Wenn beim Budentreffen das Ding abraucht, dann weiß man halt warum.
Ich bring ja sowieso für alle Fälle noch den Blues Junior mit, ABER: Dessen gesamte Röhren sind so alt wie er selbst: 24 Jahre :twisted: :shock: :twisted:
Moin Peter,

hat der Princeton nicht einen Bias-Trimmer, wie der Deluxe Reverb z.B.?
Beim DR kann man von unten im Chassis den Trimmer ganz einfach mit einem Schraubendreher bedienen.
Jedenfalls bei meinem Silverface.
Dann bring einfach ein neues Röhrenpaar nach Quakenbrück mit und wir messen die ein.
Ich hab ein Messgerät, den Bias-Master von TAD und kann den mitbringen.
Das ist kein Hexenwerk.

Gruß Diet

Moin,

das Problem ist ja, dass Peter jetzt schon für das Austauschen einer Röhre beim Tech bezahlt hat und nun nochmal Ausgaben für ein gematchtes Paar (50 - 60 Euro) hätte.
Ich würde zumindest versuchen, den Tech nachbessern zu lassen. Röhre zurücktauschen gegen ein gematchtes Paar zum halben Preis (Anrechnung der Einzelröhre) und das Paar mit zum Treffen zu bringen oder, falls es eilig ist, vom Tech einbauen bzw. einmessen zu lassen.
Zuallererst würde ich den Mann aber fragen, was sein Antrieb war.

Mal interessehalber: Peter, wie läuft der Amp denn jetzt eigentlich?
LG Tommy


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