Maybach Gitarren

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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon telly45 » Freitag 15. Juni 2018, 06:29

Magman hat geschrieben:Ich glaube ich bin Lester-geheilt :P

......


Oh Mann, was bin ich froh :banana01: . Da habe ich mir nämlich dann die ganze Grüblerei gespart, ob ich mich für die Lester interessieren soll, wenn du sie wieder verkaufst :mrgreen: . Nächtelang keinen Schlaf finden, letztlich Geld ausgeben, und dann selbst das Ding nach 3 Monaten wieder verkaufen, weil es halt eine LP ist :motz01: :irre01: :undwech: :tuete01:
Gruß Rainer
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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon telly45 » Freitag 15. Juni 2018, 06:33

Pfaelzers KSM hat geschrieben:...

Das ist eines dieser Lehrstücke in Sachen „nicht jede gute Gitarre klingt bei jedem gut“. Sie muss passen, nicht nur zum Spielstil, auch zim Ausdruck und zur Persönlichkeit. Und sie muss haptisch passen und auch optisch, aber vor allen den Gitarristen transportieren.
Und das ist das Problem: Viele Gitarristen wissen gar nicht, dass sie zwar eine richtig gute Gitarre besitzen, die aber sie halt nicht transportiert...und eine andere Art Gitarre viel helfen würde.

Das halte ich (neben Konsumdruck) für die Hauptursache für GAS bzw. häufig wechselndes Equipment. Richtig geiles Equipment höchster Qualität bedeutet noch lange nicht, dass es das „richtige“ Equipment ist.
Ich habe 15 Jahre und etwa 60 (!) Amps gebraucht, um zu kapieren, dass ich mit Treterzerre viel besser klinge als mit Ampzerre. Andere spielen Paulas und würden doch mit einer 335 besser klingen, wieder andere lieben ihre Strats und wären doch bei PRS besser aufgehoben usw.
Da gibt es keine Regeln, das ist individuell. Und der gute „Equipmentberater“ empfiehlt nicht gutes Equipment...sondern passendes.


Lieber Jörg, das ist ein sehr interessanter Einblick und Ansatz. Mich würde ja tatsächlich interessieren, was ein guter Equipmentberater in dem von dir beschriebenen Sinn zu meiner augenblicklichen Auswahl sagt, von der ich selbst behaupte, dass sie der perfekte Deckel für meinen Topf ist. Interessiert die Thematik noch jemanden, sollte man das abtrennen für einen eigenen Thread?
Gruß Rainer
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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon Pfaelzers KSM » Freitag 15. Juni 2018, 06:57

telly45 hat geschrieben:
Pfaelzers KSM hat geschrieben:...

Das ist eines dieser Lehrstücke in Sachen „nicht jede gute Gitarre klingt bei jedem gut“. Sie muss passen, nicht nur zum Spielstil, auch zim Ausdruck und zur Persönlichkeit. Und sie muss haptisch passen und auch optisch, aber vor allen den Gitarristen transportieren.
Und das ist das Problem: Viele Gitarristen wissen gar nicht, dass sie zwar eine richtig gute Gitarre besitzen, die aber sie halt nicht transportiert...und eine andere Art Gitarre viel helfen würde.

Das halte ich (neben Konsumdruck) für die Hauptursache für GAS bzw. häufig wechselndes Equipment. Richtig geiles Equipment höchster Qualität bedeutet noch lange nicht, dass es das „richtige“ Equipment ist.
Ich habe 15 Jahre und etwa 60 (!) Amps gebraucht, um zu kapieren, dass ich mit Treterzerre viel besser klinge als mit Ampzerre. Andere spielen Paulas und würden doch mit einer 335 besser klingen, wieder andere lieben ihre Strats und wären doch bei PRS besser aufgehoben usw.
Da gibt es keine Regeln, das ist individuell. Und der gute „Equipmentberater“ empfiehlt nicht gutes Equipment...sondern passendes.


Lieber Jörg, das ist ein sehr interessanter Einblick und Ansatz. Mich würde ja tatsächlich interessieren, was ein guter Equipmentberater in dem von dir beschriebenen Sinn zu meiner augenblicklichen Auswahl sagt, von der ich selbst behaupte, dass sie der perfekte Deckel für meinen Topf ist. Interessiert die Thematik noch jemanden, sollte man das abtrennen für einen eigenen Thread?
Da gibt es ein kleines Problem: Zur Beurteilung muss ich den Gitarristen spielen hören (und sehen), d.h. zumindest ich kann das nicht auf die Entfernung, und noch weniger mit irgendwelchen Videos o.ä.
Das ist ein Prozess, bei dem Interaktion dringend nötig ist. Und ein großes Maß an Ehrlichkeit des Gitarristen gegenüber sich selbst.
Außerdem muss ich natürlich die Instrumente kennen...ich kann nicht einfach sagen, eine Tele oder eine Paula oder was weiß ich....jede Gitarre ist unterschiedlich. Wir haben etwa 15 Teles im GSN (Fender, Nick Page, MacMull), und alleine die Fenders sind so untersciedlich, wie sie auf den Anschlag reagieren und welche Tonentfaltung sie leisten. Alle sind richtig gut, aber die eine mag für einen bestimmten Spieler göttlich sein und beim anderen nur „gut“.
Es ist halt dieser Unterschied, ob man nur den Sound der Gitarre hört oder ob sie den Gitarristen transportiert. Wenn ich eine gute 335 spiele, dann klingt die 335 richtig gut...wenn ich meine 335 spiele, dann klinge ich richtig gut...und das ist ein enormer Unterschied, und wie ich oben schon mal schrob hat das auch was mit einem musikalischem Reifeprozess zu tun. Es ist eine andere Sicht- und Herangehensweise an Equipment.

Auf jeden Fall isses so, dass ich jede Gitarre im Laden genau kenne (GSD gehört es auch zu meinen Aufgaben, die Instrumente probezuspielen, um eben zu wissen, wie sie klingen), und wenn ich einen Gitarristen höre und sehe formt sich das Bild, welche Gitarre da wohl passen könnte...


(Liebe Admins, der böse dicke Mann hat einen Fred gekapert...vielleicht trennt ihr bitte ab? Merci vielmals und sorry!)
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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon Loki » Freitag 15. Juni 2018, 09:14

Ne, der böse dicke Mann hat nur gesagt: Beim nächsten Treffen bin ich dabei und erkläre Euch ob ihr die richtige Klampfe habt oder was besser passt :twisted:

Dann bin ich ja glatt versucht, auch mal zu kommen und meinen Hund schweren Herzens für's Wochenende abzugeben. Auch wenn ich danach wieder einen Grund habe, mir eine neue Gitarre zu kaufen
Lust ist, wenn ich spiele. Frust ist, wenn ich mich höre
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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon Pfaelzers KSM » Freitag 15. Juni 2018, 10:12

Loki hat geschrieben:Ne, der böse dicke Mann hat nur gesagt: Beim nächsten Treffen bin ich dabei und erkläre Euch ob ihr die richtige Klampfe habt oder was besser passt :twisted:
Der dicke böse hat Mann ist zwar dick und böse, aber nicht so arrogant, als könne er erklären, ob man die richtige Klampfe hat. Ich lehne mich ja gerne mal aus dem Fenster, aber so selbstherrlich bin ich dann doch nicht... 8-)
Abgesehen davon muss man selbst wissen, ob man mit seiner Gitarre hundertprozentig ziufrieden ist. Und wenn nicht, ob das an der Gitarre liegt oder an anderen Dingen (das meinte ich mit „Gitarrist der ehrlich zu sich selbst ist“). Und dann sollte (zumindest theoretisch) jeder brauchbare Gitarrenverkäufer hilreich zur Seite stehen, um die richtige Gitarre zu wählen (in der Praxis mag es da ein wenig anders aussehen, aber das hier ist ein Forum und nicht die Praxis :mrgreen: ).
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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon Mintage » Freitag 15. Juni 2018, 10:25

Moin,

meine Erfahrung in über 10 Jahren Gitarrenverkauf zeigte, das man einem Gitarristen keine Gitarre verkaufen
kann, die dieser (!) nicht mag...!

Jedwede Bedarfsanalyse erübrigt sich, wenn der Kunde seit Jahren von einer "echten Fender" oder "echten Gibson"
träumt.

Das natürlich hie und da ein Kunde auch mal den Kult beiseite schiebt, kommt vor - ist aber äußerst selten gewesen ;-)

Und den Kunden mal was spielen zu lassen, um diesem anschließend zu sagen, welche Gitarre und Amp für ihn
passen würden - dem steht die Klientel hier im Rheinland aber äußerst humorlos gegenüber :twisted:

Die Kunst besteht doch eher darin, nach einer Bedarfsanalyse dem Kunden verschiedene Gitarren/Amps vorzuschlagen -
damit dieser (!) nach dem Kauf mit dem Gefühl nach Hause geht, das er (!) die richtige Entscheidung getroffen
hat ;-)

Ich möchte als Kunde das Instrument erwerben, bei dem ich (!) mich wohlfühle bzgl. Spielbarkeit und Klang - und
reagiere unentspannt, wenn der Berater mir erzählen möchte, wie sich die Gitarre für mich anfühlt und klingt...!

Bei Anfängern hingegen sieht die Sache natürlich anders aus, da muß ich als beratender Verkäufer dem Kunden Entscheidungen abnehmen, da Erfahrungswerte fehlen.

Grüße
Rainer
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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon Pfaelzers KSM » Freitag 15. Juni 2018, 11:03

Hallo Rainer,

wenn ein Kunde kommt und will eine bestimmte Gitarre ("ich will eine John Cruz Strat in 3TS oder schwarz") kaufen, dann will er die kaufen und keine Beratung. Und natürlich bekommt er die Gitarre, gerne, ohne irgendwelche Versuche, seine Entscheidung zu beeinflussen; entscheidend ist, wie du geschrieben hast, dass der Kunde zufrieden, d.h. mit der Erfüllung seines Wunsches, aus der Tür geht.
Allerdings kommen wenig Kunden mit einer so genauen Vorstellung (wer eine bestimmte Gitarre will, bestellt diese per Webshop). Meistens wollen sie "eine Strat" oder einfach die ultimative Fendergitarre für sich. Und da kommt besagte Beratertätigkeit ins Spiel, von den 20 Strats die zu finden, die passt (oder, wenn der Kunde das will, auch mal eine Tele anzubieten, wenn man das Gefühl nicht loswird, dass eine Tele besser passen würde...diese weitgefasste Beratung muss der Kunde aber explizit wollen...deshalb ist viel Interaktion nötig, um so viel Info wie möglich für die Entscheidungshilfe zu bekommen). Und natürlich muss diese Gitarre ALLE Kriterien erfüllen, d.h. wenn z.B. die Farbe nicht gefällt, ist sie nicht die Richtige.

Die Geschichte, Gitarristen darauf aufmerksam zu machen. dass sie eine für sie nicht unbedingt hundertprozentig förderliche Gitarrenart spielen, und dass das der Grund ihrer Unzufriedenheit ist hat im Verkauf natürlich nichts zu suchen. Das sind Dinge, die bei mir sehr häufig bei Schülern auftreten, die "irgendwie unzufrieden" mit ihrem Sound sind, aber nicht wissen warum...und PUs wechseln und Saitenmarken und Vorstufenröhren und was weiß ich noch alles. Und da kann ich dann durchaus breiter beraten, wenn es gewollt ist.

Ein typisches Beispiel: Ein Schüler kaufte eine sehr gute Telecaster eines deutschen Gitarrenbauers, weil er gelesen hatte, dass diese eine supergute Dynamik hat (was sie hatte). Dummerweise war er einer dieser Gitarristen, die die Tonformung hauptsächlich mit der Greifhand und nicht mit der Anschlagshand bewerkstelligen (das ist nichts Negatives, das machen viele so...). Durch ihre extreme Dynamikrange reagierte die Gitarre auf jede Nuance seines halt nicht gezielt eingesetzten Anschlags und sabotierte ihn total. Eine leicht komprimierende LPJ war die viel bessere Wahl...und der Schüler machte auf einmal Fortschritte, weil er endlich den Sound hatte, den er wollte.
Deshalb: Eigentlich gute spezifische Eigenschaften müssen nicht bei jedem gute Auswirkungen haben, sondern können auch bremsen.
So eine sagen wir mal "glaubenserschütternde" Beratung muss man aber auch wollen und dazu bereit sein. Und wie du richtig schriebst Rainer: Da gibt es viele, die das überhaupt nicht lustig finden, wenn du ihnen das sagst. Und mein Bedürfnis, da jemanden zu seinem Glück zu zwingen hält sich in allerengsten Grenzen :mrgreen:

Deshalb: Zuerst kommt der Wille des Schülers/Kunden. Erst wenn er wirklich eine Beratung will und ich die Grenzen dieser Beratung kenne, kommt oben Geschirebenes zum Tragen.

Primär gilt: Jeder was er will.
Pfaelzers KSM
 

Re: Maybach Gitarren

Beitragvon Mintage » Freitag 15. Juni 2018, 12:02

Pfaelzers KSM hat geschrieben:Hallo Rainer,

wenn ein Kunde kommt und will eine bestimmte Gitarre ("ich will eine John Cruz Strat in 3TS oder schwarz") kaufen, dann will er die kaufen und keine Beratung. Und natürlich bekommt er die Gitarre, gerne, ohne irgendwelche Versuche, seine Entscheidung zu beeinflussen; entscheidend ist, wie du geschrieben hast, dass der Kunde zufrieden, d.h. mit der Erfüllung seines Wunsches, aus der Tür geht.
Allerdings kommen wenig Kunden mit einer so genauen Vorstellung (wer eine bestimmte Gitarre will, bestellt diese per Webshop). Meistens wollen sie "eine Strat" oder einfach die ultimative Fendergitarre für sich. Und da kommt besagte Beratertätigkeit ins Spiel, von den 20 Strats die zu finden, die passt (oder, wenn der Kunde das will, auch mal eine Tele anzubieten, wenn man das Gefühl nicht loswird, dass eine Tele besser passen würde...diese weitgefasste Beratung muss der Kunde aber explizit wollen...deshalb ist viel Interaktion nötig, um so viel Info wie möglich für die Entscheidungshilfe zu bekommen). Und natürlich muss diese Gitarre ALLE Kriterien erfüllen, d.h. wenn z.B. die Farbe nicht gefällt, ist sie nicht die Richtige.

Die Geschichte, Gitarristen darauf aufmerksam zu machen. dass sie eine für sie nicht unbedingt hundertprozentig förderliche Gitarrenart spielen, und dass das der Grund ihrer Unzufriedenheit ist hat im Verkauf natürlich nichts zu suchen. Das sind Dinge, die bei mir sehr häufig bei Schülern auftreten, die "irgendwie unzufrieden" mit ihrem Sound sind, aber nicht wissen warum...und PUs wechseln und Saitenmarken und Vorstufenröhren und was weiß ich noch alles. Und da kann ich dann durchaus breiter beraten, wenn es gewollt ist.

Ein typisches Beispiel: Ein Schüler kaufte eine sehr gute Telecaster eines deutschen Gitarrenbauers, weil er gelesen hatte, dass diese eine supergute Dynamik hat (was sie hatte). Dummerweise war er einer dieser Gitarristen, die die Tonformung hauptsächlich mit der Greifhand und nicht mit der Anschlagshand bewerkstelligen (das ist nichts Negatives, das machen viele so...). Durch ihre extreme Dynamikrange reagierte die Gitarre auf jede Nuance seines halt nicht gezielt eingesetzten Anschlags und sabotierte ihn total. Eine leicht komprimierende LPJ war die viel bessere Wahl...und der Schüler machte auf einmal Fortschritte, weil er endlich den Sound hatte, den er wollte.
Deshalb: Eigentlich gute spezifische Eigenschaften müssen nicht bei jedem gute Auswirkungen haben, sondern können auch bremsen.
So eine sagen wir mal "glaubenserschütternde" Beratung muss man aber auch wollen und dazu bereit sein. Und wie du richtig schriebst Rainer: Da gibt es viele, die das überhaupt nicht lustig finden, wenn du ihnen das sagst. Und mein Bedürfnis, da jemanden zu seinem Glück zu zwingen hält sich in allerengsten Grenzen :mrgreen:

Deshalb: Zuerst kommt der Wille des Schülers/Kunden. Erst wenn er wirklich eine Beratung will und ich die Grenzen dieser Beratung kenne, kommt oben Geschirebenes zum Tragen.

Primär gilt: Jeder was er will.


:banana02:
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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon Hideaway » Freitag 15. Juni 2018, 13:48

Mintage hat geschrieben:
Pfaelzers KSM hat geschrieben: Und natürlich muss diese Gitarre ALLE Kriterien erfüllen, d.h. wenn z.B. die Farbe nicht gefällt, ist sie nicht die Richtige.


Als ich loszog, mir den "Strat-Traum" zu erfüllen, dachte ich das auch. Fiestarot oder Seafoamgreen sollte sie sein, Relic kam überhaupt nicht in Frage und auf jeden Fall sollte sie ein Rosewood-Fingerboard haben....... Dann habe ich auf Bauch, Gefühl und vor allem Tone gehört und nun ist sie Sunburst, heavy reliced und Ahornbefingerboarded - UND ICH LIEBE SIE! :)

Mein Dank an Gregor Imbusch im Kölner Customshop, der mich einfach hat machen lassen und trotzdem da war. So gefällt mir das sehr und so mache ich das jetzt nur noch! :thumbs:
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Re: Maybach Gitarren

Beitragvon telly45 » Freitag 15. Juni 2018, 14:00

Pfaelzers KSM hat geschrieben:...Da gibt es ein kleines Problem: Zur Beurteilung muss ich den Gitarristen spielen hören (und sehen), d.h. zumindest ich kann das nicht auf die Entfernung, und noch weniger mit irgendwelchen Videos o.ä.
Das ist ein Prozess, bei dem Interaktion dringend nötig ist. Und ein großes Maß an Ehrlichkeit des Gitarristen gegenüber sich selbst.
Außerdem muss ich natürlich die Instrumente kennen...ich kann nicht einfach sagen, eine Tele oder eine Paula oder was weiß ich....jede Gitarre ist unterschiedlich. Wir haben etwa 15 Teles im GSN (Fender, Nick Page, MacMull), und alleine die Fenders sind so untersciedlich, wie sie auf den Anschlag reagieren und welche Tonentfaltung sie leisten. Alle sind richtig gut, aber die eine mag für einen bestimmten Spieler göttlich sein und beim anderen nur „gut“.
Es ist halt dieser Unterschied, ob man nur den Sound der Gitarre hört oder ob sie den Gitarristen transportiert. Wenn ich eine gute 335 spiele, dann klingt die 335 richtig gut...wenn ich meine 335 spiele, dann klinge ich richtig gut...und das ist ein enormer Unterschied, und wie ich oben schon mal schrob hat das auch was mit einem musikalischem Reifeprozess zu tun. Es ist eine andere Sicht- und Herangehensweise an Equipment.

Auf jeden Fall isses so, dass ich jede Gitarre im Laden genau kenne (GSD gehört es auch zu meinen Aufgaben, die Instrumente probezuspielen, um eben zu wissen, wie sie klingen), und wenn ich einen Gitarristen höre und sehe formt sich das Bild, welche Gitarre da wohl passen könnte...


(Liebe Admins, der böse dicke Mann hat einen Fred gekapert...vielleicht trennt ihr bitte ab? Merci vielmals und sorry!)


Ja nee, ist klar, sollte jetzt keine Fernberatung werden, sondern mehr ein hypothetischer Aufruf, über dieses Thema zu diskutieren. Ich habe ja auch eine lange Try and Error Geschichte hinter mir, bin immer Sounds nachgerannt, die Leute aus bei mir nicht vorhandenem Equipment hervorholen, habe diesbezüglich Modeler, Mehrkanaler, mehrere LP-artige Gitarren etc etc besessen, nur um auf das zurückzukommen, mit dem ich irgendwann mal angefangen habe.

Ich bin ein Fan der Fendermensur, mag Knack und Attack, Halshumbucker sind mir suspekt, am Steg hingegen liebe ich den Ton, P90 finde ich ganz in Ordnung, aber ein SC ist mir immer noch der liebste, Zwischenpositionssounds von Strats sind der Hammer, den besten Sound machen gute Einkanaler mit fendersker Ausrichtung, allerdings weniger Blackface, sondern eher Tweed bis JTM45, also dicker im Ton, und Zerre gibts wirklich wunderschön aus Tretern. Optisch finde ich Tweed Amps mega verschärft und die Tele ist die schönste aller Gitarren. Weniger ist grundsätzlich mehr, Hall wird überbewertet, das macht ein Delay viel schöner.

So kommts eben, dass ich jetzt einen Tweed Super Amp mit 2x10 spiele, dazu eine handgedengelte T-Caster von Staufer, die aber im Grunde ihres Herzens eine HSS-Strat ist (mit Tremolo und allem dazu), und der Zerrsound aus dem SoT von Andrea kommt. Mein Pedalboard ist wirklich klein und als Backup habe ich nur noch eine weitere nette Tele.

Mit all diesen Spielsachen fühle ich mich angekommen, ich fühle mich wohl darauf und für meine Ohren klingt es auch gut. Wahrscheinlich passts hoid :prost:
Gruß Rainer
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